• SV Kunstfoyer - Blick in die Ausstellung

    Das SV Kunst­foyer

    ist ein Ausstellungs­forum für zeit­genössische Kunst in der Konzern­zentrale am Löwentor in Stuttgart, in dem künstlerische Positionen aus dem SV Kunst­förder­programm ART-regio vor­gestellt werden

     
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Kunstfoyer der SV

Die Ausstellungsreihe SV Kunstfoyer findet einmal jährlich in der Konzernzentrale in Stuttgart statt. Es ist ein Forum für zeitgenössische Kunst, in dem Werke von Künstlerinnen und Künstler aus dem SV Kunstförderprogramm ART-regio vorgestellt werden und in dem aktuellste Positionen aus Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen im Konzern und darüber hinaus bekannt gemacht werden. Seit 2005 findet das SV Kunstfoyer in Stuttgart statt. Einen Überblick über die Ausstellungen finden Sie im unteren Teil der Seite.

REVIEW BAUHAUS

30. Januar bis 28. Februar 2020

  •        Kurt Schmidt und das mechanische Ballett - Arbeiten aus der Kunstsammlung Gera
  •        dem Bauhaus gefolgt - Werke aus der SV Kunstsammlung
  •        Entdecke Design - Entdecke Bauhaus, Stiftung Deutsches Design Museum
  •        100 Jahre Bauhaus - SV Förderprojekte 2019
Vernissage: Donnerstag, 30. Januar 2020 um 18:00 Uhr
Das SV Kunstfoyer präsentiert vom 30. Januar bis 28. Februar 2020 mit REVIEW BAUHAUS einen Einblick in verschiedene Aktivitäten, die anlässlich 100 Jahre Bauhaus im Jubiläumsjahr 2019 stattgefunden haben. Vorgestellt werden ein Ausstellungsprojekt, ein Bildungsprogramm und Kataloge, die mithilfe der SV Kunst- und Kulturförderung umgesetzt wurden. Ferner werden Arbeiten aus der SV Kunstsammlung zum Thema Bauhaus zu sehen sein.

Kurt Schmidt und das mechanische Ballett.

Arbeiten aus der Kunstsammlung Gera
kuratiert von Dr. Claudia Tittel
Kurt Schmidt gehört zur ersten Schüler-Generation des Bauhauses. Er studierte bei Johannes Itten, Gertrud Grunow, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky und besuchte außerhalb des Bauhauses die Kurse des holländischen Konstruktivisten und De Stijl-Begründers Theo van Doesburg in Weimar. Als wichtigstes und wegweisendes Werk Schmidts gilt bis heute sein Mechanisches Ballett aus dem Jahr 1923, das er federführend mit anderen Bauhausstudierenden entwickelte. In diesem Werk vereinen sich nicht nur die Ideen, Vorstellungen und Ansätze des Bauhauses, vor allem der konstruktivistischen Bauhausbühne, sondern es ist Ausgangspunkt für alle wichtigen Werkphasen dieses bis heute nur Wenigen bekannten Künstlers. In ihm verwirklicht sich erstmals sein künstlerisches Konzept, das die Synthese der Künste, d.h. die Verbindung von Malerei, Tanz/Bewegung, Musik und Bühne/Raum, beinhaltete.
Das Mechanische Ballett war nicht nur der Anfang einer kurzen Künstlerkarriere, sondern zugleich ihr Höhepunkt. Kurt Schmidt verließ das Bauhaus nur zwei Jahre später 1925 und ging nach Stuttgart, wo er 1927 an der Innenausstattung der Weißenhofsiedlung mitwirkte. (Text: Dr. Claudia Tittel)
Bitte klicken Sie zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Foto. © Kunstsammlung Gera
Die Ausstellung „Intermediale Experimente am Bauhaus. Kurt Schmidt und die Synthese der Künste“ fand vom 22.03. bis zum 10.06.2019 in der Kunstsammlung Gera - Orangerie statt. Zusammen mit der S-Finanzgruppe Hessen-Thüringen förderte die SV diese repräsentative Ausstellung. Wir freuen uns für das SV Kunstfoyer mit der Kuratorin und Kunsthistorikerin Dr. Claudia Tittel von der Bauhaus Universität Weimar und Dr. Holger Saupe, Direktor der Kunstsammlung Gera, zusammenzuarbeiten.
 

dem Bauhaus gefolgt - Werke aus der SV Kunstsammlung

Seit 2017 arbeitet die SV Kunst- und Kulturförderung die 1800 Werke umfassende Sammlung der SV auf. Während dieser Beschäftigung und der zeitgleichen Förderung unterschiedlichster Projekte im Bauhaus-Jahr sowie im Speziellen der von Dr. Claudia Tittel kuratierten Ausstellung BAUHAUS.LINES I-IV in der Geraer Häselburg wurden den Verantwortlichen Dr. Verena Titze-Winter und Kevin Berz vielfältige Parallelen zu zahlreichen Werke der Unternehmenssammlung sichtbar, die in der Ausstellung REVIEW BAUHAUS gezeigt werden. In unmittelbarem Zusammenhang zum Themenschwerpunkt stehen beispielsweise Werke von Fritz Winter oder Rudolf Ortner, die Schüler am Bauhaus waren, oder Arbeiten von Künstlern, deren Konzepte auf den Entwicklungen und Neuerungen der Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts basieren, wie die geometrischen Arbeiten von Karl-Georg Pfahler oder Karl Hermann. 
Bitte klicken Sie zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Foto. © SV SparkassenVersicherung
Künstler: Frank Badur, Carlos Cruz-Diez, Paul Uwe Dreyer, Karl Hermann, Ben Muthofer, Rudolf Ortner, Karl-Georg Pfahler, Jürgen Reipka, Ricardo Saro, Oskar Schlemmer, Anton Stankowski, Victor Vasarely und Fritz Winter.
Hierbei handelt es sich um Werke nach 1965, welche die in den Nachkriegsjahren weiterentwickelte Form- und Farblehre des Bauhauses vorstellen. Zahlreiche Künstler orientieren sich bis heute an der abstrakt-geometrische Bildsprache und der von Kandinsky entwickelten Elementarlehre, die die geometrischen Zusammenhänge immer wieder neu auf seine konstruktiven Prinzipien hin untersucht.
Waren die Entwicklungen nach dem 2. Weltkrieg eine europäische bzw. deutsche Antwort auf die Kunst des Abstrakten Expressionismus in Amerika, ging es für viele Künstler auch um die Einheit von Farbe und Raum und die Vereinfachung von Formen. So entwickelten sich Stile wie die Farbfeldmalerei, die Konkrete Kunst, OpArt, Minimal Art oder die abstrakte Malerei.
 

Entdecke Design – Entdecke Bauhaus

Workshops an Schulen, initiiert von der Stiftung Deutsches Design Museum

Um Kinder und Jugendliche zum Thema Bauhaus und Design zu fördern, luden die Kooperationspartner Stiftung Deutsches Design Museum und SV SparkassenVersicherung mehr als 20 Schulen in Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Teilen von Rheinland-Pfalz zu einem speziellen Seminar ein. Unter dem Motto "Entdecke Design – Entdecke Bauhaus“ fanden bis Mitte 2019 insgesamt 25 Workshops zu verschiedenen Schwerpunktthemen statt, die in jedem Workshop zu kreativen und unterschiedlichsten Ergebnissen führten. So wurden zum einen 10-Minuten Bauhaus Stühle aus Papier und Gummi gebaut oder in einer Workshopwoche ein Kommunikationskonzept für das neues Naturprodukt MAINTALITEA erarbeitet.
Die Ausstellung zeigt einen Einblick in dieses Förderprojekt und präsentiert kleine Designobjekte und Kommunikationsideen der Schüler*innen.
Bitte klicken Sie zum Vergrößern der Bilder auf das jeweilige Foto. © SDDM
Stiftung Deutsches Design Museum Unter den Arbeitsschwerpunkten Fördern, Vermitteln, Sammeln und Diskutieren engagiert sich die Stiftung Deutsches Design Museum mit nationalen und internationalen Förderprogrammen für ästhetische Bildung, mehr Kreativität und ein neues Designverständnis zur Mitgestaltung der Umwelt. Die 2014 gegründete Bildungs- und Kulturkampagne „Entdecke Design“ hat bisher über 15.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Ebenso engagiert sich die Stiftung für ein digitales Museum zum Design der Moderne. Hierfür wird das rund 42.000 Originale umfassende historische Fotoarchiv des Rats für Formgebung digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Sitz der Stiftung ist Frankfurt am Main. www.deutschesdesignmuseum.de
 

100 Jahre Bauhaus - SV Förderprojekte 2019

Die SV SparkassenVersicherung ist Premiumpartner mit der Sparkasse Mittelthüringen und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen im Bauhaus Jahr 2019 und förderte u.a. folgende Projekte und Ausstellungen:
Bauhaus Museum Weimar: Einrichtung der Dauerausstellung "Aufbruch in die Moderne", Eröffnung Neubau 5. April 2019
Stadtmuseum Weimar: Vom Hemd- zum Hängerkleid: Damenmode zwischen Goethe- und Bauhauszeit;
Mathilde von Freytag-Loringhoven. Malerin – Schriftstellerin – Tierpsychologin und Kritikerin des Bauhauses
Kunsthalle Harry Graf Kessler: Gudrun Illert: "Linie - Form - Farbe - Struktur. Ein Dynamischer Dialog";
Sibylle Mania: Fotografie - Zeichnung - Schmuck
ACC Galerie Weimar: Spracherneuerung
Angermuseum Erfurt: BAUHAUSMÄDELS - Gertrud Arndt, Marianne Brandt, Margarte Heuymann, Margaretha Reichardt
Kunsthalle Erfurt: Bauhaus-Kater Fritzie
Kunsthaus Apolda Avantgarde: "Sie ist ganz Kunst" - Ida Kerkovius, eine Künstlerin des Bauhauses;     
TRAUMSTADT - Lyonel Feininger und seine Dörfer
Orangerie Kunstsammlung Gera: Intermediale Experimente am Bauhaus. Kurt Schmidt und die Synthese der Künste
Häselburg Gera: BAUHAUS.LINES I-IV       
Museum642 Pößneck: Handwerk und Kleinstadt. Architektur der Moderne in Pößneck 1920 bis 1923. Die Siedlungen von Heinrich Tessenow
Kunsthaus Meyenburg, Nordhausen: FASZINATION FORM UND FARBE. Am Anfang war das Bauhaus.
 Ein Überblick wird durch Kataloge und andere Druckstücke in der Ausstellung vorgestellt.
 
Credits
Abbildungen Kurt Schmidt, © Kunstsammlung Gera
Kurt Schmidt, Entwurf für das Mechanische Ballett (Nachzeichnung), 1923/1975, Bleistift, Tempera, Foto: Christoph 
Kurt Schmidt, Komposition/11, 1926/1980, Tempera auf Glasscheiben, Foto: Christoph Beer
Kurt Schmidt, Komposition/11, 1926/1980, Tempera auf Glasscheiben, Foto: Christoph Beer
Kurt Schmidt, Komposition/03, 1926/1980, Tempera auf Glasscheiben, Foto: Christoph Beer
Kurt Schmidt, Konstruktives Holzrelief, Farb- und Formorgel mit bewegenden Farbklängen (Nachbau), 1923/ 2009 Nr. 1, Holz, in Öl und Tempera gefasst, Foto: Christoph Beer
Abbildungen SV Kunstsammlung, © SV SparkassenVersicherung
Oskar Schlemmer, Relief H, 1919/1963, Aluminiumguss auf Schwarzer Holzplatte montiert, Foto: Oliver Willikonsky
Fritz Winter, Komposition, 1967, Farblithographie, 91/100, Foto: Reinhard Berg
Georg Karl Pfahler, Konkrete Komposition1987-1993, Siebdruck, Foto: Marc Gilardone
Rudolf Ortner, ohne Titel, Mischtechnik auf Papier, 1991, Foto: Marc Gilardone
Victor Vasarely, DO-Re, 1971, Serigraphie, 25/200, Foto: Reinhard Berg
Abbildungen SDDM, © Stiftung Deutsches Design Museum
10-Minuten-Stuhl, Tagesworkshop 19.11.18
Grafische Gestaltungen, Foto 19.11.18
Eschachschule, Bauhaus-Projektgruppe, Foto: Nico Pudimat
Georg-Büchner-Schule Frankfurt, Abschlusspräsentation Maintalitea, Foto: Christof Jakob


 

Informationen zur Ausstellung

REVIEW BAUHAUS
30. Januar bis 28. Februar 2020
SV SparkassenVersicherung
Löwentorstraße 65
70376 Stuttgart 
Mo - Fr von 8.00 - 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Rückblick

Das SV Kunst­foyer bietet nicht nur die Gelegen­heit mit Kollegen und Geschäfts­partnern der SV über das Engagement des Unternehmens für Kunst und Kultur ins Gespräch zu kommen. Ferner ist es vor allem ein Anreiz für jeden Kreativen, einen nicht musealen und strukturell fest eingebundenen Ort zu bespielen. Präsentationen zur angewandten Kunst, dem Design und der bildenden Kunst zeigen seit 10 Jahren, dass die SV SparkassenVersicherung einen qualitativ wichtigen Beitrag zur städtischen Kunst­szene Stuttgarts leistet und das Unternehmen auch innerhalb seines Hauses dafür einsteht.

In den letzten Jahren haben folgende Ausstellungen statt­gefunden:

2018 VerWertung - zwei Projekte, zwei Künstler, zwei Neuproduktionen

www.stefan-geyer.com
www.holgerschmidhuber.com

2017 Mutbilder. Die Kunst, das Leben sportlich zu meistern. - Thomas Fuchs | Thilo Rothacker | Yuko Shimizu

2016 Stille Präsenz - Edda Jachens

2016 Lichtkunstfestival "Aufstiege", Cosmic Revelation - Tim Otto Roth

2015 „WIE ALLES SO ZUSAMMEN KOMMT“, Das Weimarer Bauhaus auf StipVisite

2014 Die Form der Dinge

2013 shifted relations - Günter Stangelmayer, Verena Waldmüller, Jie Liu

2012 Kunsthandwerk aus Thüringen - Johanna Hitzler, Gunnar Jakobson, Kristian Körting, Lüder Lehnort, Martin Neubert, Antje Reinhardt, Frank Steenbeck, Laura Strasser, Susanne Precht, Ulrich Precht, Henry Knye, Susan Liebold, Uta Feiler, Bernhard A. Früh, Heike Gruber, Felix Lindner, Rolf Lindner, Mandy Rasch, Cordula Hartung, Ute Herre, Ulrike Drasdo, Nora Grawitter und Anke Neumann

2011 Stahlskulptur im Südwesten - Jörg Bach, Erich Hauser, Jürgen Knubben, Werner Pokorny, Thomas Putze, Gert Riel, Robert Schad, Dietrich Schön und Andrea Zaumseil

2010 Bewegter Raum - Beate Debus

2009 Reisezeichen - Antje Siebrecht

2008 Malerei und Skulptur - Wolfram Scheffel und Johannes Bierling

2006 Stromboli - Harald Reiner Gratz

2005 Landschaft - Frank Rödel