Mehr als eine halbe Milliarde Euro zusätzlich für die Stromnetze:
Südwest Konsortium schließt dritte Fundraising-Runde erfolgreich ab
Stuttgart, 28.10.2026: Das Südwest Konsortium (SWK) hat in seiner dritten Fundraising-Phase von Juli 2025 bis September 2026 rund 550 Mio. Euro zusätzliches Kapital von institutionellen Investoren mobilisiert. Damit steigt das insgesamt über die SWK-Investmentvehikel bereitgestellte Eigenkapital auf über 1,6 Mrd. Euro. Insgesamt beteiligen sich inzwischen über 65 institutionelle Investoren an dem Konsortium, das mittelbar 24,95 Prozent am Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hält.
Zusätzlich ist die Eigenmittelprivilegierung für CRR-regulierte Banken ein wesentlicher Faktor, der zum erfolgreichen Fundraising beigetragen hat. So stellt das Südwest Konsortium das einzige Infrastrukturinvestment in Deutschland, das diese Ausnahmeregelung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten hat.
Die breite Investorenbasis des Südwest Konsortiums umfasst Sparkassen und ihre Verbundpartner aus Baden-Württemberg, einzelne Sparkassen aus anderen Bundesländern, Volksbanken, Stiftungen, kirchliche Investoren, weitere institutionelle Anleger und Family Offices. Auch die L-Bank gehört zum Investorenkreis. Eine zentrale Rolle spielen die Sparkassen, die das Konsortium seit dessen Gründung als Investoren und Partner begleiten.
„Mit rund 553 Mio. Euro zusätzlichem Kapital schließen wir die dritte Fundraising-Runde mit einem starken Ergebnis ab. Entscheidend ist dabei die Breite und langfristige Orientierung unserer Investorenbasis: Unterschiedliche institutionelle Anleger bündeln damit Kapital für eine Infrastruktur, die für die Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Transformation unseres Energiesystems von zentraler Bedeutung ist“, sagt Roland Oppermann, Vorstandsmitglied der SV SparkassenVersicherung und verantwortlich für das Ressort Finanzen.
Das Südwest Konsortium wird von erfahrenen Partnern entlang der Investment- und Vertriebsstruktur geführt, die ihre jeweiligen Kompetenzen in das Konsortium einbringen. Die SV SparkassenVersicherung führt als Lead-Investor und Geschäftsbesorger das Konsortium. Verwaltet wird die Beteiligung der Investoren von der im Infrastrukturbereich erfahrenen Kapitalverwaltungsgesellschaft derigo GmbH & Co. KG Die LBBW Asset Management begleitet das Südwest Konsortium als Vertriebsstelle und unterstützt gemeinsam mit weiteren Vertriebseinheiten der LBBW den Aufbau der Investorenbasis. Der Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) begleitet das Südwest Konsortium seit der Aufbauphase und bringt insbesondere seine regulatorische Expertise ein. Erfreulich ist, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Genehmigung gemäß Art. 133 Abs. 5 CRR mittlerweile bereits für eine zweistellige Anzahl der über das Südwest Konsortium investierten Sparkassen erteilt hat. Hierdurch profitieren die Institute von einer reduzierten regulatorischen Eigenkapitalunterlegung ihres Investments.
Die Struktur des Südwest Konsortiums ermöglicht professionellen Investoren über Alternative Investment Funds (AIF) den Zugang zu langfristigen Beteiligungen an zentraler Energieinfrastruktur. Über die Beteiligungsstruktur halten die Investoren des Konsortiums mittelbar 24,95 Prozent an TransnetBW.
„Das Südwest Konsortium zeigt, wie sich institutionelles Kapital für langfristige Infrastrukturinvestitionen mobilisieren lässt, wenn regionale Verankerung, spezialisierte Investmentkompetenz und eine breite Vertriebsbasis zusammenkommen. Mehr als eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Kapitalzusagen in dieser Runde zeigen zugleich, dass der Bedarf an solchen langfristigen Anlagemöglichkeiten auf Investorenseite groß ist“, sagt Karen Armenakyan, Vorsitzender der Geschäftsführung der LBBW Asset Management. „Für Infrastrukturinvestitionen braucht es einen langen Atem. Unser Anspruch ist es deshalb, institutionelle Anleger mit langfristigem Kapitalbedarf und reale Investitionsbedarfe in der Infrastruktur dauerhaft zusammenzubringen“, so Armenakyan weiter.
Der Investitionsbedarf für Ausbau und Modernisierung der Energieinfrastruktur bleibt hoch. Vor diesem Hintergrund ist für 2027 eine weitere Fundraising-Runde des Südwest Konsortiums vorgesehen. Ziel ist es, weiteres institutionelles Kapital zu mobilisieren und die langfristige Beteiligung des Konsortiums an zentraler Energieinfrastruktur auszubauen.
Das Südwest Konsortium ist ein Zusammenschluss institutioneller und professioneller Investoren zur langfristigen Beteiligung an der Energieinfrastruktur in Baden-Württemberg. Über die Beteiligungsstruktur des Konsortiums halten die Investoren mittelbar 24,95 Prozent an TransnetBW. Das SWK verbindet regionale Verankerung mit langfristig orientiertem institutionellem Kapital.