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Wie mache ich mein Haus wetterfest?

Unwetter mit Sturm, Starkregen und Hagel lassen sich nicht verhindern. Auch starke Gewitter und damit verbundene Überspannungsschäden sind Naturereignisse, mit denen wir leben müssen. Jedoch können Sie selbst durch verschiedene Maßnahmen im Vorfeld viel dazu beitragen, den möglichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich vor Überschwemmungen durch Hochwasser und Starkregen sowie Stürme und Blitze wappnen können.

Elektrogeräte erhöht aufstellen
Innerhalb des Hauses gilt als Faustregel, dass wertvolle Gegenstände möglichst nach oben sollen. Große Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühltruhen und Ähnliches sollten auf erhöhten Podesten stehen, um sie so vor eindringendem Wasser zu schützen. Häufig ist das schon notwendig,
da die Schmutzwasserpumpe einer Waschmaschine im Keller ansonsten nicht genug Kraft hat, um das Wasser in die Abwasserleitung zu pumpen. Höher legen sollten Sie auch elektrische Geräte wie Schaltschränke. Hier empfehlen Experten ebenfalls einen Freibord von 50 Zentimetern über
dem maximalen Hochwasserpegel.
Öltanks sichern
Wer etwa einen Öltank, größere Behälter oder aber auch ungefüllte Wasser- oder Schwimmbecken hat, darf die Gefahr durch den Auftrieb bei Überschwemmungen nicht unterschätzen. Dabei wirkt der Auftrieb des Wassers von unten, horizontaler Wasserdruck wirkt hingegen seitlich auf die Konstruktion. Sichern Sie daher unbedingt leichte Baukörper gegen Auftrieb. Gerade bei Öltanks sollten Sie auch sicherstellen, dass kein Wasser über Befüll-, Entlüftungs- und sonstige Öffnungen eintreten kann. Bedenken Sie auch, dass der Tank bei einer Überschwemmung
durch Treibgut mit scharfen Kanten und Ecken beschädigt werden kann. In Überschwemmungsgebieten muss ein Nachweis für die Überflutungssicherheit von Heizöltanks
und -anlagen erbracht werden.
Rückstausicherungen einbauen
Selbst wenn der nächste Fluss oder Bach weit entfernt ist, kann es bei Starkregen zu Überschwemmungen in Ihrem Gebäude kommen. Denn wenn die Kanalisation überlastet ist oder sich Wasser auf der Geländeoberfläche ansammelt, entsteht Rückstau. Das Gröbste verhindern können Sie, wenn Sie geeignete Rückstausicherungen einbauen. Diese gibt es etwa für Kellerlichtschächte und andere Abläufe des Hauses. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Rückstausicherungen funktionsfähig sind.

Über die Autorin:

Stefanie Rösch arbeitet als Pressereferentin in der Unternehmenskommunikation der SV.

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

Sichern Sie Ihren Keller vor Überschwemmungen, indem Sie Rückstausicherungen installieren.

Sichern Sie Ihren Keller vor Überschwemmungen, indem Sie Rückstausicherungen installieren.

Wichtiges gehört nach oben
Bei Hochwasser und Starkregen am stärksten gefährdet sind Keller, Garagen, Außenanlage und die unteren Geschosse. Von vornherein sollte auf eine hochwertige Ausstattung oder etwa ein Büro im Souterrain verzichtet werden. Wichtige Dokumente wie Geburtsurkunden, Kaufverträge, Versicherungsunterlagen etc. sollten ebenfalls in höher gelegenen Räumen aufbewahrt werden. Das Gleiche gilt für wassergefährdende Stoffe wie etwa Lacke oder Lösungsmittel. Diese können Sie etwa erhöht und vor Kinderhänden gesichert in Garagen lagern.

Hochwasserpass fürs Haus
Wie hoch ist das Überschwemmungsrisiko für Ihr Haus? Eine gute Einschätzung liefert der Hochwasserpass für Wohngebäude und Gebäude im Kleingewerbe. Er zeigt auf, wie hoch das Gefährdungspotenzial für Hochwasser, Starkregen und Kanalrückstau ist. Den Hochwasserpass können Sie im Internet unter www.hochwasser-pass.com erwerben.

Wie hoch das Überschwemmungsrisiko für Ihr Haus ist, klärt der Hochwasserpass.

Wie hoch das Überschwemmungsrisiko für Ihr Haus ist, klärt der Hochwasserpass.

Schutz vor Überspannung
Gegen die Folgen eines Blitzeinschlages können Sie sich in mehrfacher Hinsicht schützen. Äußeren Blitzschutz gewährleistet ein Blitzableiter, der am Gebäude montiert wird und den Strom bei einem Blitzeinschlag in die Erde ableitet. Solch ein Blitzableiter sollte mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Innerhalb des Gebäudes können Sie sogenannte Grobschutzgeräte einbauen. Diese werden von Elektro-Fachbetrieben im Verteilerkasten montiert und verhindern, dass Strom nach einem Blitzeinschlag in bis zu 1,5 Kilometern Entfernung aus der umgebenden Erde in den Hausstromkreis fließt. Endgeräte können Sie durch Feinschutzstecker schützen. Diese werden zwischen Steckdose und Gerät eingefügt. Sie sind jedoch nur dann effektiv, wenn ein Gebäude sowohl über einen Blitzableiter als auch einen Grobschutz im Verteilerkasten ausgestattet ist. Tipp: Bei drohendem Gewitter Stecker ziehen und so Geräte von der Stromversorgung trennen. Das verhindert Überspannungsschäden.

Wenn Sie Ihr Haus entsprechend präpariert haben, müssen Sie vor Blitzeinschlägen keine Angst haben.

Wenn Sie Ihr Haus entsprechend präpariert haben, müssen Sie vor Blitzeinschlägen keine Angst haben.

Dach regelmäßig checken
Bei einem Sturm wirken enorme Kräfte aufs Dach. Deshalb sollten Sie das Dach immer in Schuss halten. Prüfen Sie beispielsweise regelmäßig ob Dachziegel fehlen oder beschädigt sind und ob in der Dachhaut Risse festzustellen sind. Vergewissern Sie sich, dass die Verankerungen der Dachziegel noch halten und der Blitzableiter gut befestigt ist.

19.09.2017

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