Katze schläft auf Heizung
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Katze schläft auf Heizung

Richtig Heizen und Lüften!

Wenn in der Heizperiode Frostbeule, Sparfuchs und Dauerlüfter in Streit geraten, hat dies meist einen einfachen Grund: Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse nach Wärme und frischer Luft. Die meisten übernehmen einfach das Heiz- und Lüftungsverhalten der Eltern. Andere ordnen es der Umwelt oder dem Geldbeutel unter. Doch was ist der richtige Weg?
Kennen Sie das? Fenster auf und es hagelt sofort Protest, dass es zu kalt ist? Frischluftfanatiker trifft hier auf Frostbeule. Heizung voll aufdrehen bis es schnell kuschelig warm ist, doch Ihr Gegenüber beschwert sich über Verschwendung? Frostbeule und Sparfuchs haben hier ihr tête a tête. Oder es wird weder geheizt noch gelüftet? Willkommen beim Sparfuchs.
Jeder weiß es und doch wird über kaum ein Thema in Haushalten und Büros so häufig gestritten. Wer zu wenig heizt und lüftet, riskiert Feuchtigkeit und Schimmelpilz an Wänden und Fenstern. Zu viel Heizen, pustet wertvolle Energie in den Wind. Dabei ist es eigentlich ganz einfach! Das Ziel ist ein gesundes Raumklima - es sorgt für Wohlbefinden, Gesundheit, spart Energie und schont zugleich den Geldbeutel. Das richtige Verhalten und wie es funktioniert, verraten wir Ihnen.
Gutes Raumklima = richtiges Heizen und Lüften
Darüber wie man richtig heizt, haben die meisten unterschiedliche Vorstellungen. Wir übernehmen sie häufig von unseren Eltern und begehen damit den ersten Fehler. Über die Jahre haben sich Bauweise, Heiz- und Dämmtechnik der Häuser gewandelt. Das stellt an die Hausbewohner neue Anforderungen. Früher war es wichtig, möglichst viel Wärme im Gebäude zu halten. Die neuen und modernisierten Häuser sind meist gut gedämmt. Damit halten sie jedoch nicht nur die Wärme, sondern auch die Luftfeuchtigkeit besser im Inneren. Deshalb ist ein intensiver Luftaustausch wichtig, um Schimmel vorzubeugen.
An Frischluftfanatiker, Frostbeulen und Sparfüchse: Lüftet und heizt richtig!
Spätestens mit den eigenen vier Wänden, muss sich jeder mit Heizen und Lüften befassen. Dann bestimmt man selbst über gesundes oder ungesundes Raumklima. Frostbeulen mögen uns verzeihen: Lüften ist elementar wichtig! Und Sparfüchse müssen tapfer sein: Lüften ist keine Energieverschwendung, sondern eine Notwendigkeit. Wer also zu wenig lüftet, riskiert ein krank machendes Raumklima. Die Wände werden feucht und es bildet sich Schimmel. Gesundheitsrisiken und teure Gebäudeschäden inklusive. Und die Frischluftfanatiker? Sie pusten viel zu viel Energie und Wärme zum Fenster raus. Richtiges Lüften will gelernt sein!
Wenige Minuten, kurz, intensiv!
So geht richtiges Lüften: Alle Fenster zum Stoßlüften ganz öffnen, so dass es kräftigen Durchzug gibt. Das macht man sich idealerweise zur Gewohnheit. Gleich morgens, sobald man sich warm angezogen hat, alle Fenster öffnen. Die Feuchtigkeit beschlägt in der kalten Jahreszeit zunächst die Fensterscheiben. Das ist eine gute Richtschnur: Man sollte mindestens so lange lüften, bis die Fenster wieder ganz klar sind. Das kann zwischen 2 bis 5 Minuten dauern. Abends kann man das wiederholen. Kurz, schnell und intensiv ist das Geheimrezept.
Lüften beugt Schimmel vor - Luftfeuchtigkeit unter 65 Prozent
Was passiert beim intensiven Lüften? Man transportiert Luftfeuchtigkeit nach draußen. Damit sorgt man für trockenere Luft in den Räumen. Für kleines Geld gibt es auch einen sogenannten Hygrometer, der die Luftfeuchtigkeit misst. Ein gesundes Raumklima hat eine Feuchtigkeit zwischen 40 und 65 Prozent. Interessant: bei einer Luftfeuchte unter 65 Prozent kann kein Schimmel wachsen. Kondenswasser an Fensterscheiben ist übrigens ein klares Warnsignal für viel zu viel Feuchtigkeit.
Alle Räume gleich lüften?
Beim Duschen oder Kochen darf dies kurzzeitig passieren. Doch Räumen, in denen naturgemäß viel Feuchtigkeit produziert wird, muss man besondere Aufmerksamkeit schenken: Bad und Küche. Nach der Nutzung sollte man diese sofort gründlich lüften. Die Türen sollte man geschlossen halten, damit überschüssige Feuchtigkeit nicht in andere Räume entweichen und sich dort an Wänden, Möbeln oder Vorhängen einlagern kann.
Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent hat Schimmel gute Chancen, bei über 90 Prozent findet er optimale Wachstumsbedingungen.
Wie man richtig heizt
Die Grundregeln: Die Wohnräume sollten immer etwa 20°C warm sein, Schlafräume nicht unter 18°C. Man sollte also nicht zu sparsam heizen und große Temperaturschwankungen meiden. Das ist übrigens der häufigste Fehler! Ganz einfach haben es Bewohner, bei denen ein zentrales Thermostat die Heizung für die gesamte Wohnung regelt. Bei modernen Anlagen stößt ein Außenfühler den Heizmodus an. Die Bewohner können sich dann entspannt zurücklehnen. Sie dürfen das Thermostat an den einzelnen Heizkörpern immer voll aufgedreht lassen. Die zentrale Steuerung und der Außenfühler sorgen für ein optimales Zusammenspiel. Wem die zentral eingestellte Temperatur zu warm ist, kann sie manuell herunterregeln.
Eigentlich ganz einfach, oder? Über Ihre individuelle Wohlfühltemperatur und die Ihres Gegenübers müssen Sie sich dann aber doch einigen.

02.01.2017

Wohlfühlatmosphäre

Zwei Kinder liegen auf Boden vor Laptop

Gerade für Heranwachsende, ältere und kranke Menschen ist ein gesundes Raumklima wichtig. Dafür kann jeder selbst sorgen: Wer ausreichend lüftet und heizt gibt Schimmel keine Chance. 

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Angelaufene Scheiben

Frau malt Herz an beschlagene Scheibe

Angelaufene Fensterscheiben sind ein eindeutiges Warnsignal für viel zu viel Feuchtigkeit in der Luft. Regelmäßiges Stoßlüften sollte sich jeder zur Gewohnheit machen.

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Autorin:
Andrea Lee-Ott

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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