• Frau shoppt online mit Kreditkarte

    Keine Chance für Fake-Shops & Datendiebe

Online einkaufen: Keine Chance für Fake-Shops & Datendiebe

Google weiß es genau: Immer Menschen shoppen im Netz. Die Zahl der Online-Shopper schnellt in die Höhe und Internetshops schießen wie Pilze aus dem Boden. Das wissen leider auch Betrüger und nutzen dies aus. Hochkonjunktur für Fake-Shops und Datendiebe. Im Netz ergaunern sie schnell, weltweit und unbemerkt Geld und Daten.

Im Internet findet man nahezu jedes Produkt in jeder denkbaren Ausführung, dazu noch von zig Anbietern und häufig zu einem tollen Preis. Verlockend schnell per Mausklick zu bestellen, um es von der Geschenkeliste zu streichen? Doch Achtung: Gerade gelegentliche Online-Shopper sind leichte Beute für versierte Datendiebe und Fake-Shops. Das ist wichtig, damit Sie sicher im Netz einkaufen:
Paar lachend vor dem Laptop

Sicher im Netz einkaufen

1.) So erkennen Sie vertrauenswürdige Online-Shops:
Das Erste, was Sie prüfen: Hat der Online-Shop eine sichere Verschlüsselung (SSL)?  Das schützt den Datenaustausch. So erkennen Sie es:
  • Die URL in der Adressleiste Ihres Browsers beginnt mit „https://“. Eine Webseite, deren Adresse mit „http://“ beginnt, ist nicht durch SSL geschützt!
  • Links der Adressleiste des Webbrowsers erscheint ein „Schloss-Symbol“. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist. Mit einem Klick darauf erhalten Sie detaillierte Informationen über das verwendete SSL-Zertifikat und den Betreiber der Webseite.
  • Die Adressleiste des Webbrowsers färbt sich (teilweise) grün. Diese grüne Färbung signalisiert ein EV-Zertifikat; Dieses wurde mit den höchsten Standards validiert. Es bedeutet, dass der Online-Shop bzw. dessen Inhaber in seiner Identität von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle sehr umfassend geprüft ist.
  • Auf der Webseite wird ein Site-Seal dargestellt, welches dem Besucher per Klick ebenfalls detaillierte Informationen zu Zertifikat, Inhaber und Aussteller ausgibt.
2.) Gütesiegel prüfen:
Es gibt kein einheitliches Gütesiegel für Internethändler. HIER (www.internet-guetesiegel.de) finden Sie empfehlenswerte Gütesiegel. Ob das Gütesiegel rechtmäßig verwendet wird, erfahren Sie durch einen Mausklick auf das Siegelemblem. Wenn alles in Ordnung ist, landen Sie auf der Internetseite des Gütesiegelbetreibers und bekommen das Prüfzertifikat angezeigt.
3.) Kundendaten bekannt geben?
Kundendaten sind häufig das Ziel von Hackern. Wenn Sie als Gast einkaufen, sind Ihre Daten dort nicht gespeichert. Wer häufiger in einem Shop einkauft, wird es schätzen, seine Daten zu hinterlegen. Damit müssen Sie Ihre Daten beim nächsten Einkauf nicht erneut eintippen. Vergeben Sie für jeden Shop ein eigenes, sicheres Passwort und ändern sie es regelmäßig. 
4.) Gebührenfalle beim Bezahlen
Einige Online-Shops verlangen Gebühren für bestimmte Bezahlarten wie Paypal oder Kreditkarte. Das ist unseriös und seit 13. 01. 2018 sogar verboten. Andererseits muss ein Onlinehändler nicht alle Bezahlarten anbieten. Am sichersten kaufen Sie gegen Rechnung ein. Online-Shops profitieren von Vorkasse und Sofortüberweisung und manche lassen deshalb keine andere Bezahlart zu.
Mit Kreditkarte online shoppen

Achten Sie besonders beim Bezahlvorgang darauf, ob der Shop seriös und rechtskonform ist

5.) Unterschiedliche Versandkosten-Modelle
Online-Shops haben unterschiedliche Versandkosten-Modelle. Hier reicht die Bandbreite von versandkostenfrei bis zu pauschalen oder tatsächlichen Kosten. Prüfen Sie die Versandkosten vorab und beziehen Sie sie in Ihren Preisvergleich mit ein. Empfehlenswert für den Käufer sind Online-Shops, die versandkostenfrei liefern. Auch ok sind günstige Versandkostenpauschalen.
6.) Geiz ist nicht geil
Der Preis hilft Ihnen, einen unseriösen Shop zu erkennen. Es ist unrealistisch, dass ein neu auf den Markt gekommenes teures Smartphone zum Schnäppchenpreis erhältlich ist. Recherchieren Sie, wieviel das Gerät üblicherweise kostet! Denn auch Online-Shops verschenken nichts. Lesen Sie zudem die Beschreibung genau durch, damit Sie am Ende nicht mit der leeren Verpackung dastehen.
7.) So erkennen Sie Fake-Shops
Fake-Shops sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopien real existierender Websites. Hier hilft nur eines: Genau hinschauen! Folgende Fragen helfen:
  • Ist die Internetadresse auffällig?
  • Ist der Preis realistisch?
  • Sind AGB's und Impressum vorhanden? Ist die Sprache fehlerfrei und in gutem Deutsch?
  • Sind die Zahlungsweisen in Ordnung und wird die versprochene Zahlungsweise auch beim Kaufabschluss noch angeboten?
  • Stimmen die Gütesiegel bzw. sind welche vorhanden?
  • Geben Sie den Shopnamen mal in Ihre Suchmaschine ein. Häufig sind Fakeshops bereits bei anderen bekannt und sie tauschen sich in Foren dazu aus.
  • Schauen Sie sich Kundenbewertungen an. Und Achtung: Reine Lobeshymnen könnten schon ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein.
Wenn Ihr Shop diesen Prüfkriterien Stand gehalten hat, ist er vertrauenswürdig. Dass es weder im Netz noch beim Stadtbummel eine 100 prozentige Sicherheit geben kann, versteht sich von selbst. Deshalb: Aufmerksam sein und Ihrem Bauchgefühl vertrauen! 

Glühbirne GrafikSchon gewusst? Achtung vor Dynamic Pricing!

Vor allem, wer schon mal Reisen im Netz gebucht hat, mag sich gewundert haben: Bei Ihrer Erstrecherche kostet der Flug 99 Euro, 3 Stunden später 220 Euro. Das könnte am Dynamic Pricing liegen, das auch vor anderen Waren nicht Halt macht. Einheitspreise gibt es beim Online-Shopping nicht! Welcher Preis Ihnen online angezeigt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Uhrzeit, der Wochentag, Ihr individuelles Surfprofil, Ihr verwendetes Endgerät oder auch Ihr Wohnort.
Was Sie dagegen tun können?
  • Beobachten Sie die Online-Preise zu unterschiedlichen Tageszeiten.
  • Bei größeren Anschaffungen lohnt sich ein Preisvergleich über einen längeren Zeitraum. Hierfür Vergleichsportale nutzen.
  • Schauen Sie sich einen Artikel mehrfach an, signalisieren Sie dem Händler ein hohes Kaufinteresse. Das kann dazu führen, dass Ihnen ein höherer Preis angezeigt wird. Deshalb: Das Angebot mit einem anderen Browser ansehen und keine Cookies speichern lassen. Diese können Sie über die Einstellungen im Browser löschen.
  • In Online-Shops immer zunächst im nicht eingeloggten Zustand stöbern. Melden Sie sich erst an der Kasse an. So stellen Sie sicher, dass der Online-Händler Ihre Kaufvorlieben nicht den Preisen anpassen kann.
  • Wenn Sie mit dem Smartphone oder Tablet einkaufen, vergleichen Sie den Preis noch einmal über den Browser am PC oder Laptop. Preisunterschiede hängen häufig auch vom verwendeten Endgerät ab.
                                                              20.11.2019

Andrea Lee-Ott

Autorin: Andrea Lee-Ott

Andrea Lee-Ott arbeitet als Pressereferentin für die SV SparkassenVersicherung

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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