Zwei Einbrecher beim aufhebeln einer Terrassentür
Zwei Einbrecher beim aufhebeln einer Terrassentür
Zwei Einbrecher beim aufhebeln einer Terrassentür

Sichern Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern!

Einbrecher brauchen in der Regel weniger als 15 Sekunden, um ein Fenster auszuhebeln. Jedes Jahr steigen die Zahl der Einbrüche und die daraus entstandenen Schäden. Allein deswegen wird Einbruchschutz immer wichtiger. 
Die Menschen in Deutschland treiben aktuell zwei große Ängste um. Das eine ist die Angst vor dem internationalen Terrorismus und das andere ist die steigende Angst vor Einbrüchen, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Die Fakten vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Die Zahlen steigen das achte Jahr in Folge. 2015 gab es hierzulande allein 160.000 Einbrüche, die einen Schaden von durchschnittlich 3.250 Euro verursacht haben.
Neue Formen des Einbruchs
Schlimmer als der finanzielle Verlust, sind die psychologischen Folgen. Bei fast der Hälfte aller Einbrüche wurden die persönlichen Gegenstände durchwühlt. Ein Eingriff in die Privatsphäre der Bewohner, den es erst einmal zu verkraften gilt. Vor allem durch neue Formen des Einbruchs werden die psychologischen Folgen deutlich. Sogenannte "Bohrer" sind eine perfide Einbrecher-Form. Sie steigen nämlich genau dann ein, wenn die Bewohner anwesend sind. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, an persönliche Wertgegenstände wie Schmuck oder Brieftaschen zu kommen. Der Name rührt daher, dass sie beinahe lautlos Fenster oder Türen aufbohren und dann einsteigen. 
Belgien, Niederlande und Deutschland gegen Einbrecher
Immer mehr Einbrüche werden zudem gemeinschaftlich begangen (rund 45,1 Prozent im letzten Jahr). Diese Banden gehen meist organisiert vor und rauben einen Haushalt leer. In zahlreichen deutschen Grenzstädten werden in den passenden Gelegenheiten gleich ganze Straßenzüge abgeklappert. Das ist allein kein deutsches Problem mehr.
In Belgien und den Niederlanden nimmt die Bedrohung durch organisierte Einbrecherbanden ebenfalls zu. Daher entschlossen sich die Innenminister der drei Länder zu einer intensiveren Kooperation. Ende Oktober 2016 wurde die Aachener Erklärung unterzeichnet, die eine engere Zusammenarbeit vorsieht. Dabei wurden Maßnahmenpakete beschlossen, die wie folgt aussehen:
  • Besserer Informationsaustausch
  • gemeinsame Auswerte- und Analyseprojekte
  • parallele und gemeinsame Ermittlungen der jeweiligen Polizeibehörden
  • Geldwäsche bekämpfen
  • Entwicklung neuer Präventions- und Bekämpfungspakete
Sensibilisierung und Prävention
160.000 Einbrüche pro Jahr in Deutschland zeigen Handlungsbedarf. Die Politik regt sich, aber was sollte man persönlich tun? Es gibt bereits eine kostenlose Prävention gegen Einbrecher; den eigenen Nachbarn. Stellen Sie sich immer mit Ihren Nachbarn gut. Sollten Sie privat oder geschäftlich verreisen, können Anwohner ein Auge auf Ihre Wohnung haben, den Briefkasten leeren oder anderswie Anwesenheit demonstrieren. Damit werden potentielle Einbrecher schnell abgeschreckt. Sensibilisierung gegenüber den Gefahren ist ein gutes Stichwort. Die Unterstützung der Polizei und der Kommunen darf da nicht unerwähnt bleiben. Viele stellen mittlerweile einen wöchentlichen Einbruchsradar wie beispielsweise die Polizei Mannheim (siehe Foto) zur Verfügung. Die Einwohner können sich dadurch schnell einen Überblick über Einbrüche in ihrer Gegend verschaffen und entsprechend vorsorgen. Das erhöht die Wachsamkeit. 
Eine Hausratversicherung ist Pflicht
Von Seiten der Versicherer sind die Statistiken ermutigend. 75 Prozent aller Haushalte hatten zum Tatzeitpunkt eine Hausratversicherung abgeschlossen und waren finanziell sicher. Die Zufriedenheit mit der Versicherung nach einem Einbruch ist zu fast 90 Prozent vorhanden. Da die Regulierung der Schäden beim Großteil der Geschädigten eine Rolle gespielt hat, ist eine entsprechende Vorsorge daher mehr als nur eine Überlegung wert. Sollten Sie also zu den 25 Prozent gehören, die noch nicht versichert sind oder zu denen, die sich noch keine Gedanken gemacht haben: Schließen Sie eine Hausratversicherung ab, um sich, Ihre Familie und Ihre Wertsachen zu schützen.
Weitere Informationen zum Thema Einbruchschutz finden Sie hier.

02.01.2017
Cartoon mit zwei Einbrechern

Prävention ist das A und O - vor allem zur Urlaubszeit.

Cartoon mit zwei Einbrechern

Prävention ist das A und O - vor allem zur Urlaubszeit.

Wo wurde bei Ihnen in der Umgebung eingebrochen? Die Polizei Mannheim informiert die Bevölkerung in einem wöchentlichen Einbruchradar.

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Einbrecher beim aufhebeln eines Fensters

Rund 15 Sekunden braucht der Einbrecher, um das Fenster auszuhebeln.

Einbrecher beim aufhebeln eines Fensters

Rund 15 Sekunden braucht der Einbrecher, um das Fenster auszuhebeln.

Machen Sie es Einbrechern schwer! Zur Prävention empfehlen wir:

  • Türen und Fenster niemals offen lassen, wenn Sie das Haus verlassen und den Schlüssel in keinem Außenversteck hinterlegen
  • Investieren Sie in Zeitschaltuhren oder andere Techniken, die vor allem in der dunklen Jahreszeit Anwesenheit signalisieren
  • Für die Urlaubszeit: Nicht über Social Media mitteilen, dass man verreist
  • In Sicherungstechnik investieren und den Briefkasten leeren lassen

Damit Sie im Falle des Falles gut vorbereitet sind, empfehlen wir Ihnen:

  • Immer die Wertsachen auflisten
  • Kaufbelege, Quittungen, Urkunden und Exepertisen aufheben
  • Beschreibungen Ihrer Wertgegenstände
  • Fotos und Videos von wertwollen Gegenständen machen. Zusätzlich auch von der ganzen Wohnung
  • Alle Angaben sollten Sie an einem sicheren Platz (Bankschließfach, Tresor, bei Freunden) aufbewahren und zwar ohne Ihre Adresse

Autor:
Sven Nagel

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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