• Junge Frau vor Waschmaschine

    Waschmaschinen & Co. -

    Elektrogeräte erleichtern die Hausarbeit, sind aber brandgefährlich

So einfach beugen Sie Brandschäden durch Elektrogeräte vor

Waschmaschinen, Toaster, Smartphones & Co. werden nahezu täglich genutzt und erleichtern unseren Alltag. Werden sie aber nicht sachgemäß betrieben, sind defekt oder veraltet können sie im schlimmsten Fall Brände verursachen.

Ohne Strom geht so gut wie nichts im Haushalt. Vom Kühlschrank bis zum Smartphone ist er das, was unseren Alltag antreibt. Allerdings verursacht er auch jeden dritten Wohnungsbrand. Beim Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung wird untersucht, warum Brände entstehen und wo sie besonders häufig auftreten. Wir zeigen Ihnen wie Sie Brände durch Elektrogeräte und durch Lithium-Akkus vorbeugen können.
Grafik mit den 5 Haushaltsgeräten, die zu Brand führen

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Diese fünf Elektrogeräte führen zu den meisten Bränden im Haushalt: Wäschetrockner, Kühl- und Gefrierschränke, Spülmaschinen, Waschmaschinen, Steckdosenleisten.

Sicherer Umgang mit Waschmaschinen, Spülmaschinen & Co.

Im Ranking der häufigsten Brandverursacher belegt die sogenannte „weiße Ware“ immer die ersten Plätze: Wäschetrockner, Kühl- und Gefrierschränke, Geschirrspül- und Waschmaschinen. Mehrere Risikofaktoren treffen hier zusammen: Diese Elektrogeräte werden mit Netzspannung – in Deutschland also mit 230 Volt Wechselspannung – betrieben. Im Betrieb von Waschmaschinen und Geschirrspülern gibt es Erschütterungen, Kühl- und Gefriergeräte befinden sich im Dauerbetrieb. Das begünstigt die Entstehung von Kurzschlüssen und Kontaktfehlern.
Unsere Tipps:
  • Wäschetrockner, Geschirrspüler und Waschmaschine sollten am besten nicht laufen, wenn niemand zu Hause ist.
  • Ein Rauchmelder in der Waschküche kann außerdem helfen, ein entstehendes Feuer früh genug zu bemerken, um noch eingreifen zu können.

So (un-)sicher sind Steckdosenleisten

Bei einem anderen häufigen Brandverursacher im Haushalt können wir mehr tun, um das Risiko zu senken: An Steckdosenleisten kommt es immer wieder zu Überlastungen, weil zu viele leistungsstarke Verbraucher angeschlossen werden.
Auch Beschädigungen führen oft zu Bränden, wenn zum Beispiel die Anschlussleitung an einer Möbelkante scheuert oder in einer Tür eingeklemmt wird.
Unsere Tipps:
  • Schließen Sie nie mehrere leistungsstarke Verbraucher an eine Mehrfachsteckdose an.
  • Schließen Sie nicht mehrere Steckdosenleisten als Leitungsverlängerung aneinander.
  • Achten Sie darauf, dass die Leitungen nicht eingeklemmt oder geknickt werden.
  • Mehrfachsteckdosen heißen aus gutem Grund auch Tischsteckdosen; sie sollten an einem festen Platz liegen und nicht „in der Luft hängen“.
Grafik Gründe für einen Brand

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Über 30 Prozent der Wohnungsbrände passieren durch Elektrizität

Der richtige Umgang mit Lithium-Batterien

Seit ein paar Jahren haben es die Schadenforscher immer häufiger mit Bränden durch Lithium-Akkus zu tun. Sie sind im Smartphone und Tablet verbaut, lassen den Staubsaugroboter durch die Wohnung fegen und helfen uns, mit einem Elektrofahrrad elegant den Berg hoch zu radeln. Wegen ihrer hohen Energiedichte geht mit ihnen allerdings ein Brandrisiko einher.
Unsere Tipps:
  • Brände entstehen meistens in der Ladephase. Darum sollten Akkus in einem Raum mit Rauchmelder und nicht in der Nähe brennbarer Gegenstände geladen werden.
  • Ist ein Lithium-Akku sichtbar beschädigt oder hat sich das Gehäuse verformt, darf er auf keinen Fall mehr benutzt werden.
  • Lithium-Akkus sind generell empfindlich, was Handhabungsfehler angeht. Extreme Temperaturen, Stürze und Nässe können zu Bränden führen. Der Fahrrad-Akku sollte zum Beispiel nicht in der unbeheizten Garage überwintern aber auch nicht längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
  • Verwenden Sie ausschließlich das vom Hersteller empfohlene Ladegerät.

Welche Versicherungen zahlen meinen Brandschaden?

Damit bei einem Brand nicht auch noch ein finanzieller Schaden entsteht, sollten Sie sich mit den passenden Versicherungen gegen die Folgen von Brandschäden schützen.

  1. Über die Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Ersetzt werden Schäden, die zum Beispiel durch Feuer oder aber auch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen.
  2. Die Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer eines Hauses vor den finanziellen Folgen eines Sachschadens, die beispielsweise durch eine brennende Waschmaschine entstehen. Versichert ist das gesamte Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände. 

 




Über die Autorin:
Ina Schmiedeberg arbeitet als Pressesprecherin beim Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) mit Hauptsitz in Kiel. Das IFS ist eine Institution der öffentlichen Versicherer in Deutschland. Das IFS beschäftigt bundesweit Naturwissenschaftler und Ingenieure, die Schadenfälle untersuchen und Maßnahmen zur Schadenverhütung erarbeiten. www.ifs-ev.org
20.02.2019

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