Mann baut Baumhaus
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Die zehn besten Tipps für alle, die selbst ein Baumhaus bauen wollen

Ob Kinderspielhaus, Aussichtsplattform oder Baumhotel: Johannes Schelle und sein Team (www.baumbaron.de) bauen seit nunmehr zehn Jahren individuelle Baumhäuser. Hier verrät der Experte, worauf Laien, die selbst aktiv werden wollen, unbedingt achten sollten.

1. Suchen Sie sich den passenden Baum! Ideal sind gesunde Eichen, Buchen, Ahorn oder auch Kiefern. Der Stamm sollte einen Durchmesser von wenigstens 40 Zentimeter haben.

2. Passen Sie Ihre Planungen dem Baum an, nicht umgekehrt. Wo muss man womöglich keinen Ast wegnehmen? Wie sieht es mit dem Lichteinfall aus? Wo ist der Blick besonders?

3. Schonen Sie den Baum so gut es geht! Das heißt: Wer große Äste entfernt oder in den Stamm schraubt, stresst den Baum. Wenn sich Schrauben nicht vermeiden lassen, dann nicht mehr als eine Handvoll rostfreie Edelstahlschrauben verwenden. Noch besser ist es, wenn Sie lieber zwei gut gesetzte dicke Baumbolzen (sogenannte Garnierschrauben) verwenden, statt planlos draufloszuschrauben.

4. Halten Sie gutes Werkzeug bereit! Dazu gehören eine stabile Leiter, Wasserwaage, Akkuschrauber, Edelstahlschrauben, Hammer und verzinkte Nägel. Und natürlich eine gute Säge, die scharf ist. Sehr hilfreich ist auch ein Werkzeugkorb, den man am Baum befestigen kann. So hat man die Hände fürs Arbeiten frei. Häufig verleihen Baumärkte auch Teile der Ausrüstung.

5. Denken Sie schon beim Aufbau an die Sicherheit! Handschuhe, ein Helm, Gurt und Sicherungsseil gehören dazu. Ebenso mindestens ein Helfer, der – falls etwas passieren sollte – auch Hilfe holen kann.

6. Kein stabiles Baumhaus ohne stabile Plattform, auf dem die Lasten ruhen! Denken Sie darüber nach, ob Sie die notwendige Stabilität durch Pfosten erreichen können. Holzpfosten sollten über einbetonierte Stahlträger etwas oberhalb des Bodens beginnen, um sie so vor Nässe zu schützen und ein Aufweichen zu vermeiden.

7. Erleichtern Sie sich die Arbeit durch bereits zugeschnittene Hölzer und steigern Sie die Langlebigkeit durch gute Holzqualität! Ideal eignet sich Lärchenholz. Die harzhaltige Lärche bringt auch schon unbehandelt eine gute Witterungsresistenz mit sich. Bei einem guten Baumarkt und im Holzfachhandel kann man sich Pfosten und Bretter günstig und professionell auf Maß schneiden lassen. Das erleichtert die Arbeit zusätzlich.

8. Achten Sie bei Ihrem Baumhaus darauf, dass der Aufstieg und mögliche Austritte wie kleine „Balkone“ auch für Kinder sicher sind. Ein Geländer sollte möglichst aus senkrechten Sprossen (damit Kinder nicht hochklettern können) mit einem soliden Handlauf gefertigt werden. Wählen Sie einen Abstand von maximal 11 Zentimeter, damit Kinder nicht den Kopf zwischen die Sprossen stecken können.

9. Planen Sie für Ihr Baumhaus Fensteröffnungen ein. In die Öffnungen können Sie bei Bedarf etwa von innen Acrylglasscheiben schrauben. Besser noch sind natürlich „richtige“ Fenster, die Sie beim Schreiner fertigen lassen können.

10. Beim Bau und später durch die Nutzung wird das Erdreich unterm Baum stark beansprucht. Um die oberflächennahen Wurzeln zu schonen, empfiehlt es sich, während der Bauphase den Boden etwa durch Holzplatten zu schützen. Später dann hilft Rindenmulch.

27.03.2017

Autor:
Thomas Deneke

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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