Mann mit Gepäck auf Couch
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Wer macht eigentlich Couchsurfing?

Jährlich 400.000 Gastgebern weltweit bietet www.couchsurfing.com jährlich nach eigenen Angaben eine Plattform. Zwei von ihnen sind Stefanie Balzer und Andreas Schumann* aus Heidelberg, die uns über ihre Erfahrungen berichten.
Im Schnitt hat der 35-Jährige Andreas jede Woche mindestens zwei Mal Gäste bei sich wohnen. „Die kommen so ziemlich aus allen Ecken der Welt“, so der Software-Entwickler, der von der Couchsurfing-Idee begeistert ist. In seiner Wohnung hängt eine große Weltkarte, in der die Couchsurfer mit einem Fähnchen ihren Heimatort markieren. Unglaublich viele Besucher von ihm kommen aus Asien und natürlich Europa. „Einmal hatte ich sogar ein Pärchen aus Alaska, die auf ihrer Hochzeitsreise waren, zu Gast“, schmunzelt der Heidelberger. Ohne großes Budget konnte das Hochzeitspaar sich so selbst eine Europa-Reise in den Flitterwochen gönnen. Aber auch Familien mit kleinen Kindern, Orchestermusiker und Weltenbummler hatte er schon zu Besuch. „Das Alter meiner Gäste reicht von 1 Jahr bis 63 Jahre“, fasst Andreas zusammen.
Ein typisches Ritual für ihn ist, dass er seine Gäste am ersten Abend bekocht. „Die sind meistens begeistert, dass sie nach der Reise von mir gleich etwas zu essen bekommen“, betont Schumann. Sein Wohnzimmer ist eigentlich speziell auf Couchsurfer zugeschnitten. Unter dem Couchtisch lagert eine große Sammlung von Gesellschaftsspielen, die für Kurzweil sorgen und „auch bei sprachlichen Verständigungsproblemen hilfreich sind“, erklärt er. Daneben steht ein großer Tischkicker aus schwerer Pappe. „Der ist gleichzeitig mein Gästebuch“, erklärt Andreas und zeigt gleichzeitig auf die vielen Zeichnungen und Texte in unterschiedlichsten Sprachen, die den Tischkicker zieren.
Viele seiner Kollegen und Freunde fragen Andreas, warum er so viel Zeit und auch Geld in seine Gastgeberrolle investiere. Der Softwareentwickler sieht das ganz anders. „Meine Kosten als Gastgeber halten sich wirklich in Grenzen. Und letztlich bekomme ich ungemein viel zurück, was sich mit Geld nicht messen lässt. Viele Couchsurfer bedanken sich, indem sie mich am zweiten Abend bekochen oder ein kleines Mitbringsel aus ihrer Heimat hier lassen“, erläutert er. Aber noch viel schöner für ihn sind die netten zwischenmenschlichen Kontakte. Das, was man von anderen Menschen und über andere Kulturen so erfahre, sei etwas, was er nicht missen möchte.
*Name von der Redaktion geändert.

13.01.2017
 

Autor:
Thomas Deneke

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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