Tanktaler
Tanktaler
Tanktaler

Digitale Weltverbesserer: Entspannt, günstig und grün Autofahren mit TankTaler

Junge und vor Ideen sprudelnde Köpfe, flimmernde Bildschirme, auf denen Autosymbole über einen digitalen Stadtplan fahren und jede Menge Stecker auf einer Werkbank: Ein Wuseln und Wimmeln bleibt als Eindruck nach einem Besuch im luftigen Großraumbüro des Startups ThinxNet GmbH zurück.

Team des Startups ThinxNet

Das ist das Team des Startups ThinxNet: Moni Malek, Head of Hardware/ CTO, Johannes Martens, CEO und Christoph Geiser, Head of Software (v.l.n.r.)

Team des Startups ThinxNet

Das ist das Team des Startups ThinxNet: Moni Malek, Head of Hardware/ CTO, Johannes Martens, CEO und Christoph Geiser, Head of Software (v.l.n.r.)

Autos und Stecker? Nein, hier geht es nicht um Elektromobilität. Das etwa dreißigköpfige Start-up ThinxNet GmbH betreibt mit TankTaler Deutschlands größte herstellerübergreifende ConnectedCar Plattform und hat einen Stecker entwickelt, der „das Leben der Autofahrer erleichtert“, so Geschäftsführer Johannes Martens. Der Stecker ermöglicht dem Nutzer, sich relevante Infos zu seinem Fahrzeug auf dem Smartphone anzeigen zu lassen: Wie ist der Ladestatus der Autobatterie? Muss ich noch tanken, bevor ich losfahre? Wie ist mein aktueller Kilometerstand? Wo habe ich denn mein Auto geparkt? Wie viele Kilometer bin ich im letzten Monat über 130 km/h gefahren? Neben Feedback zum Fahrverhalten führt die App auch ein detailliertes Fahrtenbuch, wie es beispielsweise das Finanzamt benötigt.

TankTaler Stecker

Der TankTaler Stecker ist etwa faustgroß

TankTaler Stecker

Der TankTaler Stecker ist etwa faustgroß

Anderthalb Jahre Entwicklung
2014 bestand das Team der ThinxNet GmbH gerade einmal aus fünf Leuten, Entwicklern, Produktexperten und Vertriebsmanagern, die sich darüber den Kopf zerbrachen, wie sich ein handelsübliches Auto zum DIY Smart Car aufrüsten lässt und man via App an der Tankstelle bezahlen kann. Sechs Monate lang tüftelten sie im Erdgeschoss eines Wettbüros im Münchener Stadtteil Obergiesing, bis es schließlich zu eng wurde. Von Zeit zu Zeit hatten sich auch Besucher mit Wettscheinen in ihr Büro verirrt, erzählt Johannes Martens lachend.

Immer im Mittelpunkt: der Nutzer
Besonders wichtig war ihnen bei der Entwicklung, dass der Nutzer immer im Mittelpunkt steht und alles auf ihn ausgerichtet ist, erklärt Christian Margolus, Leiter der Produktentwicklung. Der TankTaler-Stecker wird in eine Schnittstelle eingesteckt, die im Fußraum auf der Fahrerseite verbaut ist. Nach drei Handgriffen kann der Stecker sofort genutzt werden. Infos darüber, wie der Stecker in Betrieb genommen wird, wie er funktioniert und welche Vorteile er bietet, finden sich hier.

Tanktaler Stecker im Auto

Der Stecker wird in die vorhandene Schnittstelle gesteckt

Tanktaler Stecker im Auto

Der Stecker wird in die vorhandene Schnittstelle gesteckt

Die wenigen Grundbausteine des Steckers erlauben ganz verschiedene Funktionen, wie zum Beispiel den sogenannten E-Call, die Notruffunktion der App. Sobald der Beschleunigungssensor merkt, dass sich das Auto nicht normal verhalten hat, also stark abgebremst wurde oder sich überschlagen hat, setzt die App einen automatischen Notruf an eine Leitzentrale ab. Da der Stecker durch Chip und Batterie autonom betrieben werden kann, funktionieren alle Funktionen auch, wenn man sich im Ausland befindet oder der Handyakku leer ist.

Christians Lieblingsfunktion, die er gerne privat nutzt, ist jedoch Follow Me: Vor der Abfahrt aktiviert er die GPS-Funktion, um seinen Standort zum Beispiel mit seiner Freundin zu teilen. So sieht sie, wo er sich gerade mit dem Fahrzeug befindet und wann er voraussichtlich am Treffpunkt ankommt. Sehr nützlich sei auch die Detailansicht zu den einzelnen Fahrten: Zu jedem Zeitpunkt einer gefahrenen Strecke lässt sich die Geschwindigkeit anzeigen. Ziemlich praktisch, findet Christian: „Das hilft, wenn man geblitzt wurde und noch einmal kurz nachschauen möchte, wie schnell man wirklich unterwegs war.“

Stichwort Datenschutz
Die Menge an ermittelten Daten wirft sofort die Frage nach ihrem Schutz auf. Man habe absichtlich in Deutschland gegründet und nicht in den USA, obwohl dort vieles leichter und schneller geht, erklärt Johannes Martens. Es war ihm wichtig, dass TankTaler den hohen deutschen Anforderungen beim Thema Datenschutz standhält. Die Daten werden verschlüsselt und über eigene Zugangspunkte mittels Mobilfunknetz in ein deutsches Rechenzentrum übermittelt und professionell gehostet. Um sicher zu gehen, dass sie auch keine Lücke übersehen haben, hat TankTaler seine Datentransfers sogar vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht testen lassen. Ebenso wichtig ist TankTaler die Privatsphäre der Nutzer. In keinem Fall werden persönliche Daten an Dritte weitergegeben, verspricht Martens. „Ich würde einen solchen Dienst selbst niemals nutzen, wenn meine Daten nicht geschützt wären“, sagt er nachdrücklich.

Eine Schnittstelle, viele Partner
Bisher ist TankTaler nur in München, Köln und Stuttgart freigeschaltet. Grund dafür ist, dass der Dienst nur dann umsonst für eine Region angeboten werden kann, wenn sich genug Partner beteiligen. Das Geschäftsmodell besteht darin, sich als offene Plattform zu sehen, auf der andere Dienste aufbauen können. „Es gibt nun mal nur die eine Schnittstelle im Auto, eine Mehrfachsteckleiste wird es nicht geben“, erklärt Johannes Martens. Die Hardware und die Entwicklung für die Stecker sind relativ teuer. Für einzelne Werkstätten rentiert sich das oft nicht. Daher können sich Versicherungen, Autohäuser, Einzelteilhändler und Autowerkstätten an der Plattform von TankTaler beteiligen und gemeinsam dem Nutzer eine Bandbreite an Services rund ums Auto anzubieten. Die User bekommen Sonderangebote und Vergünstigungen angezeigt, die Unternehmen erhalten eine Werbefläche und für TankTaler ergibt sich über die verschiedenen Einnahmequellen eine Finanzierung.

Eine Beteiligung ist beispielsweise der EcoScore, der in Kooperation mit der SparkassenVersicherung Stuttgart angeboten wird. Hier wird der Fahrstil mit Punkten von 0 bis 100 bewertet und entsprechende Fahrtipps erteilt. Spritsparendes, vorausschauendes Fahren wird mit Punkten belohnt, für Fahrten unter drei Minuten gibt es Punktabzug. Der Nutzer profitiert vom Feedback und wird durch dieses Modell zum vorausschauenden Fahren animiert. Weniger Unfälle bedeuten weniger Ausgaben für die Versicherung und ergeben ein Plus für alle.

Tanktaler App

Kurzer Stop an der Tankstelle und schnell Infos über das Auto abfragen

Tanktaler App

Kurzer Stop an der Tankstelle und schnell Infos über das Auto abfragen

Grün trotz Autofahren
Eine ganz besondere Aktion wurde in der Region Stuttgart durchgeführt: Wer sein Auto bei ausgelösten Feinstaubalarm stehen lässt, wird mit TankTalern belohnt. „Wir wollen gar nicht das Vielfahren, sondern das intelligente Fahren unterstützen“, erklärt Steffen Everding, Business Development Manager bei TankTaler. Es gilt, die Ursachen für Stau, einer vermeidbaren Belastung für die Umwelt, zu identifizieren und zu beseitigen, wie etwa Autopannen, Unfälle und unvorsichtiges Fahren. Mit dem EcoScore lässt sich das eigene Fahrverhalten reflektieren und so den Spritverbrauch optimieren. „Das sind kleine Schritte hin zu einer nachhaltigen Lösung, ohne den Leuten zu sagen: Du bist ein schlechter Mensch, weil du ein Auto fährst“, erklärt Steffen.

Auch von der Auswertung der Schwarmdaten profitieren alle: In großer Masse gesammelte, anonymisierte Daten können zum Beispiel dafür verwendet werden, die Verkehrsführung und den Straßenzustand zu verbessern. Melden etwa die Beschleunigungssensoren unverhältnismäßig oft an der gleichen Stelle Erschütterungen, so sei das ein Hinweis auf Schlaglöcher.

Reparaturen bei TankTaler

Einfache Reparaturen werden bei TankTaler selbst gemacht

Reparaturen bei TankTaler

Einfache Reparaturen werden bei TankTaler selbst gemacht

Zukunftsvisionen von TankTaler
Das Team um TankTaler zieht aus den ersten Erfolgen im letzten Jahr viel Energie. Aktuell arbeitet es an einigen weiteren Funktionen, um die Städte Deutschlands, oder eines Tages sogar Europas, ein bisschen besser, sauberer und sicherer zu machen. An neuen Visionen mangelt es dem dynamischen Team wirklich nicht, sie sprudeln geradezu vor Ideen: Eine Vorhersage freier Parkplätze in der Nähe, von der Couch aus überprüfen, ob die Fenster und Türen des Autos zu sind, Erinnerungen an den nächsten Servicetermin oder Parktickets mit einem Klick in der App bezahlen. Eine Hürde bei der Entwicklung der neuen Funktionen stellen noch die vielen heterogenen Automodelle auf dem Markt dar. Die codierten Informationen, die ein Auto an den Stecker sendet, müssen übersetzt werden. Leider verwendet aber jeder Hersteller andere Codes. Am Ende sollen die Daten jedoch für die Nutzer leicht verständlich sein und bestenfalls alle Funktionen für alle vierzig Millionen Autos in Deutschland angeboten werden. Die vielen positiven Rückmeldungen von Nutzern haben das Team aber immer wieder bestärkt, trotz Schwierigkeiten weiter zu machen. „Wir haben das Leben vieler Leute einfacher gemacht – das spornt an, noch mehr zu tun“, meint Johannes Martens.

27.02.2017

Autorin:
Anne Heimerl

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

Das könnte Sie auch interessieren...

TankTaler: Damit auch Ihr Auto vernetzt wird

Informieren Sie sich jetzt über die zahlreichen Vorteile von TankTaler und vernetzen Sie Ihr Auto.

Mehr zum Thema TankTaler

KFZ-Versicherung

Unser Schutz - Ihre Mobilität. Mit Leistungen, wie Sie sie brauchen: passend und preiswert.

Mehr zum Thema Kfz-Versicherung

SV Auto

Mit der SV Auto App können Sie bequem Ihren Schaden auch von unterwegs melden.

Weiter zur SV Auto App