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Von Oberstaufen nach Aqaba - sechs Studenten bei der Allgäu-Orient-Rallye

Unwegsame Strecken, atemberaubende Landschaften und unvergessliche Begegnungen mit den Einheimischen: Ein Team aus Stuttgarter Studenten hat an der Allgäu-Orient-Charity-Rallye teilgenommen. Drei Wochen, zwei platte Reifen und 7.777 Kilometer später hat unser Team 101Nacht das Ziel erreicht.
Wir haben das Team getroffen und uns von ihrer abenteuerlichen Reise erzählen lassen.

Raus aus der Uni, rein ins Abenteuer! Fremde Kulturen kennenlernen und mit Charity verbinden. Die Idee gefiel den sechs Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik. Im Mai nahmen die 23 bis 28-jährigen aus Stuttgart an der dreiwöchigen Allgäu-Orient-Rallye teil.

Von Oberstaufen im Allgäu ging es über den Balkan, Griechenland, die Türkei und Israel bis nach Aqaba in Jordanien. Johannes Brommer, Carsten Rischmüller, Jan Luca Kästle, Philipp Renz, Jérôme Hildebrandt und Tobias Grimm bilden das Hochschul-Rallyeteam "101 Nacht", dessen Startnummer die 101 war.

Die Allgäu-Orient-Rallye hatte sich schon vor dem eigentlichen Start als aufwändiges, aber spannendes Unterfangen herausgestellt. Das Team musste drei alte, aber fahrtüchtige Autos auftreiben, diese reisefest machen und Sponsoren für das Projekt begeistern, damit das Team gut ausgerüstet ist und möglichst viele Spenden verteilen kann.
Die SV hat dieses Projekt unterstützt. Sie hat die Youngtimer versichert und den Jungs außerdem noch Sachspenden mit auf den Weg in den Orient gegeben. Anfang Mai ging es nach wochenlanger Vorbereitung dann endlich für das Hochschul-Rallyeteam und 38 weitere Rallyeteams los.

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Über die Autoren:


Andrea Lee-Ott ist Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Managerin bei der SV SparkassenVersicherung. Auf der Facebook Fanpage hat sie die Rallye begleitet und war in intensivem Kontakt mit dem Team 101Nacht. Begeistert hat sie, wie aufgeschlossen und tatkräftig das Team seine Ideen umgesetzt hat. Und natürlich der unschlagbare Teamgeist.


Sonja Sartor war Praktikantin der Unternehmenskommunikation der SV. Obwohl sie die Teilnahme an einer Rallye aktuell nicht reizt, hat sie aufmerksam die Reise der Jungs auf deren Blog verfolgt.

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

Am Tag der Abfahrt posieren Carsten, Jérôme, Tobias, Jan, Philipp und Johannes (v. l.n.r.) vor ihren fertig umgebauten und umlackierten Autos.

Am Tag der Abfahrt posieren Carsten, Jérôme, Tobias, Jan, Philipp und Johannes (v. l.n.r.) vor ihren fertig umgebauten und umlackierten Autos.

Impressionen der Rallye:

Wegen ihrer Startnummer 101, hat sich unser Team "101Nacht" genannt. Für wenig Geld, dafür aber mit viel Kreativität und Zeit haben die sechs Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik drei Autos gekauft und für die Rallye fit gemacht und ….

Wegen ihrer Startnummer 101, hat sich unser Team "101Nacht" genannt. Für wenig Geld, dafür aber mit viel Kreativität und Zeit haben die sechs Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik drei Autos gekauft und für die Rallye fit gemacht und ….

… zu fahrenden Hotels umgebaut und ihnen ein schickes Design verpasst. Stauraum für zahlreiche Sachspenden inklusive. Auffallendster Talisman war ein Bobbycar, Janis Mutter hat jedem noch ein kleines Kamel mitgegeben.

… zu fahrenden Hotels umgebaut und ihnen ein schickes Design verpasst. Stauraum für zahlreiche Sachspenden inklusive. Auffallendster Talisman war ein Bobbycar, Janis Mutter hat jedem noch ein kleines Kamel mitgegeben.

Das Regelwerk hat so seine Tücken: Die gute alte Landkarte ersetzt GPS und Navigationssystem.

Das Regelwerk hat so seine Tücken: Die gute alte Landkarte ersetzt GPS und Navigationssystem.

Teamgeist war groß geschrieben und hat sich während der gesamten Etappe bewährt.

Teamgeist war groß geschrieben und hat sich während der gesamten Etappe bewährt.

Eintauchen in eine andere Welt
Die Rallye führte durch 12 verschiedene Länder in Europa und im Nahen Osten. Dass man in manchen Ländern wie zum Beispiel im Landesinneren der Türkei, fernab von Touristenhochburgen, mit Englisch nicht weiterkommt, hatte das Team schon erwartet. Aber was, wenn man nur die Basisvokabeln wie "Guten Morgen" oder "Danke" in der Landessprache drauf hat? Dann wird es in Notsituationen knifflig. Als einmal eines ihrer Autos schlapp machte und das Team dringend ein spezielles Ersatzteil benötigte, wussten sie glücklicherweise zu improvisieren: Sie riefen eine türkischsprachige Freundin an, erklärten ihr, was gesucht war. Sie übersetzte über Handy einem türkischen Automechaniker, was das Problem war. Gewusst, wie!

Die auffällige Autokarawane der Allgäu-Orient-Rallye zieht in Ankara alle Blicke auf sich.

Die auffällige Autokarawane der Allgäu-Orient-Rallye zieht in Ankara alle Blicke auf sich.

Über Landstraßen fährt das Team dorthin, wo die wenigsten Touristen hinfahren - tief ins Landesinnere der Türkei.

Über Landstraßen fährt das Team dorthin, wo die wenigsten Touristen hinfahren - tief ins Landesinnere der Türkei.

Ein Abenteuer erleben und nebenbei noch Gutes tun
Alle Teilnehmer der Allgäu-Orient-Rallye hatten die Aufgabe, unterwegs Menschen mit Spenden zu überraschen. Seine drei Autos - ein Opel Zafira, ein Ford Escort und ein Ford Focus - hatte das Team "101 Nacht" daher bis zum Rand mit Hilfsgütern vollgeladen. 80 Schultaschen, Kleidung, Blöcke und Kuscheltiere im Umfang von über 200 Kilogramm verschenkten die Stuttgarter Studenten im SOS-Kinderdorf in Tirana in Albanien. Selbst der Glücksbringer des Teams - ein auf dem Dach des Zafiras festgeschnalltes Bobbycar , hat am Ende der Rallye syrische Flüchtlingskinder erfreut.

Die Sachspenden der SV sind im SOS-Kinderdorf in Tirana (Albanien) gut angekommen.

Die Sachspenden der SV sind im SOS-Kinderdorf in Tirana (Albanien) gut angekommen.

Die türkischen Schulkinder freuen sich über ihre nagelneuen Schultaschen, die das Team 101 Nacht ihnen mitgebracht hat.

Die türkischen Schulkinder freuen sich über ihre nagelneuen Schultaschen, die das Team 101 Nacht ihnen mitgebracht hat.

Ein unschlagbares Team
Diese besondere Art von Rallye bietet wunderbare Erlebnisse, ist jedoch auch entbehrungsreich. Eine große Herausforderung ist zudem, dass täglich gemeinsame Entscheidungen getroffen werden müssen - auch über so alltägliche Dinge, wann es Essen gibt. Doch wer Johannes, Carsten, Jérôme, Philipp, Jan Luca und Tobias live erlebt, merkt schnell, wie gut dieses Team funktioniert. Jeder Einzelne scheint seinen Platz im Team gefunden zu haben. "Jeder von uns musste mal zurückstecken. Sei es, ob man sich manche Orte noch genauer anschauen, etwas fotografieren oder doch lieber Strecke gut machen wollte, denn wir waren ja unter ständigem Zeitdruck", erzählt Tobias. Permanent litten die Studenten unter Schlafmangel - denn die Strecke musste geschafft werden. Deshalb fuhren sie entweder früh los oder bis weit in die Nacht hinein. Vor ein Uhr nachts kamen sie selten ins Bett. Dass sich die sechs Studenten schon länger kennen, stellte sich unterwegs als großer Vorteil heraus. Während in anderen Rallye-Teams die Fetzen flogen, entschied das das Team "101 Nacht" jede Diskussion demokratisch. "Es war für uns sehr schwierig, Prioritäten zu setzen. Dass wir einfach ein grundentspanntes Team sind, hat uns sehr geholfen. Es gab wenig Streit", so Philipp.

Brenzlige Situationen, Autopannen, Diskussionen und Schlafmangel konnten dem Team nichts anhaben. Ganz nach dem Motto: Einer für alle und alle für einen.

Brenzlige Situationen, Autopannen, Diskussionen und Schlafmangel konnten dem Team nichts anhaben. Ganz nach dem Motto: Einer für alle und alle für einen.

Essen verbindet Kulturen
Eine ganz wichtige Motivation für das Team101Nacht an der Rallye teilzunehmen, war es, fremde Kulturen kennen zu lernen. Dabei haben Carsten, Jan Luca, Tobias, Jérôme, Johannes und Philipp die große Gastfreundschaft der Einheimischen hautnah erlebt. Die einfachste Art, mit anderen Kulturen in Kontakt zu treten ist über das Essen, findet Johannes. Viele Male wurde das Team von Einheimischen angesprochen und auf einen Tee oder gar ein Abendessen eingeladen - selbst, wenn die Gastgeber kein Englisch sprechen konnten, waren das unvergessliche Begegnungen. "Wegen des Zeitdrucks konnten wir leider nicht jede Einladung annehmen, aber wir haben uns riesig darüber gefreut. Aus Deutschland kennt man diese Offenheit gegenüber Fremden einfach nicht", meint Tobias.

Abends noch einen Tee mit Einheimischen zu trinken, gehört bei der Allgäu-Orient-Rallye einfach dazu, so wie hier in der Wüste Jordanien.

Abends noch einen Tee mit Einheimischen zu trinken, gehört bei der Allgäu-Orient-Rallye einfach dazu, so wie hier in der Wüste Jordanien.

Wie bei jeder guten Rallye hat eines nicht gefehlt: der Fahrspaß.

Wie bei jeder guten Rallye hat eines nicht gefehlt: der Fahrspaß.

Die Jungs führen in der Wüste interessierten Jordaniern ihre Drohne vor.

Die Jungs führen in der Wüste interessierten Jordaniern ihre Drohne vor.

Über die Allgäu-Orient-Rallye
Wer Youngtimer und Abenteuer mag, aber auch in Kontakt mit Einheimischen treten möchte, wird diese Rallye lieben. Die Strecke führt jedes Jahr vom Allgäu in den Orient - das sind rund 8.000 Kilometer. Sinn der Rallye ist nicht, das schnellste Team zu küren, sondern dass die Rallye-Teilnehmer unterwegs gemeinsam Gutes tun, in Teamarbeit Aufgaben lösen und Brücken zwischen den Kulturen bauen.

Die Rallye zeichnet sich außerdem durch ein besonderes Regelwerk aus: Zugelassen sind nur Autos, die mindestens 20 Jahre alt sind und maximal 1.111 EUR kosten. Dass GPS, Navigationsgerät und das Fahren auf Autobahnen und Mautstraßen verboten sind, sorgt unterwegs für den extra Nervenkitzel. Die Übernachtungen sind pro Person auf 11,11 EUR begrenzt. Zudem muss jedes Rallye-Team bestimmte Checkpoints abfahren und Aufgaben für den guten Zweck erledigen. 2017 startete die Allgäu-Orient-Rallye bereits zum zwölften Mal.
Fotos: Team 101 Nacht
16.08.2017

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