• Junges Paar auf dem Mopded

    Sicherer Start in die Zweirad Saison

Unterwegs als Easy Rider mit Mofa, Moped, Mokick und Roller

Im März geht es endlich wieder los. Dann können die Zweiräder wieder aus der Garage auf die Straße geholt werden. Vor allem bei Jugendlichen, die noch keinen Autoführerschein haben, sind die Kleinkrafträder wie Mofa, Moped, Mokick und Roller besonders beliebt. Sie verbrauchen wenig Sprit oder Strom, passen in jede Parklücke und sind damit das perfekte Fortbewegungsmittel für die Stadt. Wir haben hier die wichtigsten Fragen rund um Rollerversicherung, Versicherungs­kennzeichen und Führerschein zusammengestellt.

Wann startet die Moped-Saison?

Die neue Moped-Saison startet am 1. März 2021. Mofas, Mopeds, Mokicks, Roller, E-Bikes bis 45 km/h und E-Scooter dürfen dann nur mit einem neuen Versicherungskennzeichen unterwegs sein, das alte Kennzeichen verliert ab dem 28./29. Februar seine Gültigkeit. Es ist also Zeit, das eigene Zweirad wieder fit für die neue Saison zu machen, den Versicherungsschutz zu überprüfen und sich das neue Kennzeichen für die Saison 2021 zu besorgen.

Welche Farbe hat das Versicherungskennzeichen 2021?

In der Saison 2021 ist das Kennzeichen blau. Die Farbe der Kennzeichen ändert sich jedes Jahr, dabei wird zwischen blau, grün und schwarz gewechselt. Damit ist auf den ersten Blick klar, ob ein Moped oder Roller eine gültige Versicherung hat. 2022 ist das Kennzeichen grün, 2023 schwarz, danach wiederholen sich die Farben wieder.

Wo kann ich denn das Versicherungskennzeichen erwerben?

Das neue Kennzeichen erhalten Sie in allen Versicherungsagenturen oder Sparkassen oder ganz einfach hier online abschließen, dann kommt es mit der Post. Kleinkrafträder dürfen bereits von Minderjährigen geführt werden, allerdings gelten diese noch nicht als voll geschäftsfähig. Aus diesem Grund müssen die Eltern oder Erziehungsberechtigten das Versicherungskennzeichen beantragen und den Vertrag der Versicherung unterzeichnen.
Um einen Vertrag abzuschließen, müssen Sie nur wenige Angaben zu Ihrem Fahrzeug machen wie etwa Fahrzeugart (Mofa, Moped, Roller…), Angaben zu den km/h und die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN). Die geforderten Angaben finden Sie in der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE).

Für was brauche ich eine Haftpflicht?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die durch Ihr Fahrzeug verursacht wurden. Denn verletzen Sie bei einem Unfall eine Person oder beschädigen Sie fremdes Eigentum, können auch mit einem Kleinkraftrad hohe Kosten entstehen. Durch das Versicherungskennzeichen weist der Halter nach, dass für das Fahrzeug eine Kfz-Haftpflichtversicherung besteht. Jetzt Beitrag berechnen.

Für was brauche ich eine Kaskoversicherung?

Für Beschädigungen an Ihrem Fahrzeug kommt übrigens die Teilkaskoversicherung auf. Die Teilkasko ersetzt Schäden etwa durch Diebstahl oder Zusammenstöße mit Tieren. Hier können Sie Ihren Beitrag berechnen.

Welche Kleinkrafträder brauchen ein Versicherungskennzeichen?

Kleinkrafträder haben einen Hubraum von maximal 50 ccm und sind auf eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h beschränkt. Beim Versicherungsschutz nehmen Kleinkrafträder eine Sonderrolle ein. Der Gang zur Zulassungsstelle ist nicht erforderlich, ebenso wenig wie eine Teilnahme an der Hauptuntersuchung, auch keine Kfz-Steuer wird fällig. Stattdessen erfolgt die Zulassung über das Versicherungskennzeichen, das ein Jahr lang gültig ist. Das Spektrum an Fahrzeugtypen ist breit gefächert und umfasst neben dem Mofa auch Moped, Mokicks und Roller. Auch für bestimmte Pedelecs und E-Scooter ist ebenfalls ein Versicherungskennzeichen notwendig.

Folgende Kleinkrafträder dürfen auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur mit einem gültigen Versicherungskennzeichen unterwegs sein:

  • Mofas, Mopeds, Mokicks, Roller bis zu 45 km/h
  • Fahrräder mit Hilfsmotor, E-Bikes oder Pedelecs über 6 km/h bis max. 45 km/h
  • Motorisierte Krankenfahrstühle
  • Kleinkraftrad dreirädrig max. 45 km/h
  • Quads max. 45 km/h
  • Leichtkraftfahrzeug vierrädrig, max. 350 kg Leermasse, max. 45 km/h
  • Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter
  • Segway bis max. 20 km/h
Mofa
Mofa setzt sich aus „Motor“ und „Fahrrad“ zusammen. Ein Mofa ist quasi ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Es wird so bezeichnet, weil es im Gegensatz zum Motorrad noch Pedale wie ein Fahrrad hat. Die Pedale dienen als Fußstütze und zum Starten des Mofas. Wenn der Motor ausfällt, kann man das Mofa auch mit Treten fortbewegen. Mofas dürfen mit einer entsprechenden Prüfbescheinigung schon ab 15 Jahren gefahren werden, jedoch nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.
Moped
Moped setzt sich aus "Motorrad" und "Pedale" zusammen. Mopeds müssen so gebaut sein, dass sie nicht schneller als 45 km/h fahren können. Für ein Moped benötigt man einen Führerschein der Klasse AM und ein Versicherungskennzeichen, aber keine Zulassungsbescheinigung. Zweiradbegeisterte müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Genau wie Mofas haben Mopeds Pedale zum Starten des Motors, auf denen der Fahrer während der Fahrt die Füße abstellen kann.
Mokick
Hinter Mokick verbergen sich die Wörter "Motorrad" und "Kickstarter". Statt mit Pedalen sind Mokicks mit Fußrasten ausgestattet. Zum Starten des Motors muss der Fahrer den Kickstarter mit dem Fuß betätigen. Mokicks mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h sind meist mit einer Sitzfläche ausgestattet, auf der zwei Personen Platz haben. Um ein Mokick fahren zu dürfen, muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein.
Roller / Motor-/ Elektroroller
Roller haben keine Pedale oder Fußrasten, aber einen Durchstieg, auf dem die Füße gestellt werden. Sie haben Schaltgetriebe, die mit der Hand bedient werden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h dürfen sie mit entsprechendem Führerschein ab 16 Jahren gefahren werden. Sofern eine Drosselung auf maximal 25 km/h vorgenommen wurde, dürfen Jugendliche bereits ab 15 Jahren mit einer Prüfungsbescheinigung fahren.

Welchen Führerschein benötige ich, um ein Kleinkraftrad zu fahren?

Kleinkrafträder bis 50 ccm dürfen mit Führerscheinen unterschiedlicher Klassen gefahren werden. Je nach Hubraum, Leistung und Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs werden verschiedene Führerscheine benötigt beziehungsweise sind bereits bestandene Führerscheine ausreichend.

Prüfbescheinigung zum Führen von Mofas

Zum Führen von Leichtmofas beziehungsweise Mofas mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h wird kein Führerschein, sondern eine Prüfbescheinigung benötigt. Um diese Fahrerlaubnis zu erlangen, sind nur einige wenige Theorie- und Praxisstunden in der Fahrschule nötig. Die Prüfung selbst besteht nur aus einem theoretischen Teil. Sobald Jugendliche 15 Jahre alt sind, können sie sich in der Fahrschule anmelden.

Führerschein der Klasse AM

Der Führerschein AM ist die kleinste Klasse bei Motorrädern. Der Führerschein kann bereits mit 16 Jahren gemacht werden. Besitzer dürfen damit Krafträder mit zwei oder drei Rädern sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge fahren, die eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h besitzen. Darunter fallen Mopeds, Mokicks und Roller. Um die Fahrerlaubnis zu bekommen, muss eine theoretische und praktische Fahrprüfung gemacht werden.

Darf ich mit einem bestehenden Motorrad- oder Autoführerschein ein kleines Kraftrad fahren?

Wenn Sie bereits einen der folgenden Führerscheine in der Tasche haben, können Sie sich den erneuten Weg zur Fahrschule sparen und sofort mit ihrem Kleinkraftrad los düsen:

  • Führerschein der Klasse A1
  • Führerschein der Klasse A2
  • Führerschein der Klasse A
  • Führerschein mit 17 (Begleitetes Fahren)
  • Autoführerschein der Klasse B

Vor dem 1. April 1965 geborene Personen benötigen keinen Mofa-Führerschein.

Die wichtigsten Eckdaten zu Kleinkrafträdern auf einen Blick

  Mofa Moped, Mokick und Roller
Geschwindigkeit max 25 km/h max. 45 km/h
Hubraum / Leistung - max. 50 ccm / 4 kW
Zulassungs-/steuerpflichtig  -  -
Haftpflichtversicherung  Pflicht   Pflicht
Teilkaskoversicherung  optional   optional
Mindestalter  15 Jahre  16 Jahre
Führerscheinklasse  Prüfbescheinigung
Klasse AM, A1, A2, A, Klasse B
 Klasse AM, A1, A2, A, Klasse B
Ausbildung  Fahrschule Theorie und Praxis  Fahrschule Theorie und Praxis
Prüfung  Theoretische Prüfung  Theoretische und praktische Prüfung
Kosten Führerschein  70 bis 150 Euro  500 bis 800 Euro
     

 

Was gilt für E-Bikes und E-Scooter?

E-Bikes und Pedelecs:

Die meisten E-Bikes oder Pedelecs sind Fahrräder mit einer elektrischen Tretunterstützung bis maximal 250 Watt und maximal 25 km/h oder mit einer Start- bzw. Schiebehilfe, die bis zu 6 km/h schnell wird. Diese Pedelecs sind einem Fahrrad gleichgestellt. Um sie zu fahren, braucht man keine Zulassung, keinen Führerschein und kein Versicherungskennzeichen. Bei der SV sind diese übrigens beitragsfrei in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert. 

E-Bikes oder S-Pedelecs mit einer Leistung über 250 Watt bzw. einer Tretunterstützung über 25 km/h bis zu 45 km/h dürfen nur mit Versicherungskennzeichen gefahren werden und benötigen daher eine E-Bike-Versicherung.

E-Scooter:

E-Scooter oder auch E-Tretroller sind Tretroller mit Elektroantrieb. Daher gelten für sie ähnliche rechtliche Rahmenbedingungen wie für andere Kraftfahrzeuge. Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) sieht eine Versicherungspflicht für E-Scooter vor. Hierunter fallen Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und einer Leistungsbegrenzung von 500 Watt. Der Versicherungsschutz muss über ein Versicherungskennzeichen nachgewiesen werden. Im öffentlichen Verkehrsraum dürfen mit den E-Tretrollern ausschließlich Radwege bzw. Fahrradstreifen genutzt werden oder alternativ die Straße, wenn kein Radweg vorhanden ist. Das Fahren auf Gehwegen ist verboten, auch in der Fußgängerzone dürfen E-Scooter nicht fahren. Viele Städte und Gemeinden haben aber Ausnahmen geschaffen, daher ist es wichtig, sich vorab zu informieren, wo dies gilt. Für das Fahren mit dem Elektroroller wird kein Führerschein benötigt, das Mindestalter ist 14 Jahre. Das Fahrzeug muss verkehrssicher sein, also Bremsen, eine Klingel und eine Beleuchtungsanlage besitzen. Weitere Infos finden Sie hier.

Ab wann brauche ich eine Motorradversicherung?

Für Zweiräder, die die oben genannten Grenzen überschreiten, ist ein amtliches Kennzeichen nötig. Auch alle Roller, die eine Zulassung benötigen, brauchen eine Motorradversicherung. In diesem Fall wird auch Kfz-Steuer fällig und das Fahrzeug muss regelmäßig zum TÜV.

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Autorin Stefanie Rösch

Die Autorin Stefanie Rösch arbeitet als Pressereferentin in der Unternehmenskommunikation der SV.

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

                                                                 24.02.2021

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