• Frau mit gebrochener Hand am Meer

    Krank und verletzt im Urlaub

    Richtig versichert auf Reisen

     
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Die richtige Versicherung gehört auf die Packliste

Zum Kurzurlaub in die Berge? An den Strand? Eine Erlebnisexpedition oder ein Städtetrip? Die Urlaubszeit soll an sich eine ungezwungene schöne Zeit sein. Leider kann aber auch im schönsten Urlaubsmodus etwas passieren. Diesen weniger schönen Aspekt darf kein Reisender ausblenden. Aber was ist dann?
Solange es sich um eine harmlose Erkältung, einen leichten Sonnenbrand oder eine einfache Prellung handelt, ist das in der Regel kein Problem. Hier hilft die eigene Reiseapotheke weiter. Wer sich allerdings einen hartnäckigeren Magen-Darm-Infekt einfängt, sich schwerwiegender verletzt oder aus einer Notsituation gerettet werden muss, braucht mehr als das. Hier hilft nur der Gang zum Arzt, das örtliche Krankenhaus oder die Rettungskräfte vor Ort weiter. Oder es muss sogar ein Rücktransport nachhause organisiert werden. Doch wer bezahlt die entstehenden Kosten eigentlich? Wem jetzt der passende Versicherungsschutz fehlt, muss unter Umständen tief in die eigene Tasche greifen. Dabei ist es leicht möglich, sich für wenig Geld, vor der Reise ausreichend abzusichern. Ob und welche Versicherung zahlt, hängt von zwei Faktoren ab. in welchem Land Sie unterwegs sind und ob der Einsatz von Rettungskräften medizinisch notwendig war.  
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Wer übernimmt die Kosten im Ausland?

Weltkugel Innerhalb von Deutschland ist zunächst einmal die gesetzliche oder die private Krankenversicherung zuständig. Der gesetzliche Krankenversicherungsschutz gilt grundsätzlich auch in den EU-Mitgliedsstaaten und in den zum Europäischen Wirtschaftsraum gehörenden Staaten wie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Mit Israel, Tunesien und der Türkei hat Deutschland ebenfalls ein Abkommen abgeschlossen. Doch auch wenn das erst einmal beruhigend klingt: Die gesetzliche Krankenversicherung ersetzt in den Ländern nur das, was die gesetzliche Krankenversicherung des jeweiligen Reiselandes vorsieht, aber nicht mehr als die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland leisten wird. Und das kann deutlich weniger sein als tatsächlich abgerechnet wird. Nicht alle medizinischen Leistungen werden also im Krankheitsfall von der gesetzlichen Krankenversicherung auch übernommen.
Außerhalb Europas und der genannten Abkommensländer haben Reisende über die gesetzliche Krankenversicherung gar keinen Versicherungsschutz. Wer hier krank wird, bleibt auf den Behandlungskosten komplett sitzen.
Erste Hilfe Kasten Besonders Reisende, die gerne in die Berge gehen oder sportlich sehr aktiv sind, sollten wissen, wie Rettungs- und Bergungskosten geregelt sind.
In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten nur dann, wenn sie medizinisch notwendig sind, hier spielt bei der Bewertung der Verletzungsgrad eine Rolle. Stehen die aufgewendeten Mittel also nicht in Relation zur Verletzung, muss der Betroffene die Kosten unter Umständen sogar komplett selbst bezahlen. Findet der Einsatz zudem im Ausland statt, ist die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse mehr als fraglich. Gut zu wissen: Die Rettung und Bergung mit Hubschrauber und Bergwacht kann bis zu mehreren tausend Euros kosten. Eine Flugminute liegt zwischen 40 bis 90 Euro. Für eine halbe Stunde können also Kosten von bis zu 3.500 Euro entstehen.
Die Kosten für einen Rücktransport aus dem Ausland müssen gesetzlich Versicherte selbst zahlen. Das kann im Zweifelsfall unerschwinglich sein, etwa wenn der Erkrankte nur liegend transportiert werden kann und Betreuung benötigt. Ein Rücktransport nach Deutschland ist gar nicht so selten. 2018 betreute der ADAC rund 57.000 Patienten im Ausland und über 12.500 Krankenrücktransporte nach Deutschland. Der Transfer kann sich, je nach Reiseland, schnell auf bis zu 40.000 Euro summieren.
Glühbrine  Diese Lücken sollten Reisende unbedingt mit einer Reisekrankenversicherung und einer privaten Unfallversicherung schließen. Wer glaubt, dass Reiseversicherungen nur für lange oder weite Reisen wichtig sind, der irrt. Risiken lauern auch bei einer Kurzreise. Vor allem in den Bergen verunglücken Wanderer oder müssen Kletterer aus einer misslichen Lage befreit werden.
85.000 Euro - China belegt den ersten Platz der teuersten Rücktransporte der Welt, dicht gefolgt mit jeweils 80.000 Euro von Australien, der Dominikanischen Republik und Thailand. Ein Rücktransport aus Kanada oder den USA schlägt mit 60.000 Euro zu Buche. Ein Rücktransport aus Mallorca kostet übrigens 12.000 Euro. Quelle: reiseruecktrittsversicherung-tipp.com

Diese Versicherungen gehören auf jeden Fall ins Gepäck!

Plus  Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist für alle Reisende relevant, die ihren Urlaub nicht in Deutschland verbringen. Sie schützt weltweit und kommt für ambulante und stationäre Behandlungen, für Medikamente und für den Transport zum Krankenhaus auf. Notwendige Such-, Rettungs- und Bergungskosten sind ebenfalls bis zu einer bestimmten Höhe abgedeckt. Viele Versicherungen kommen für einen medizinisch notwendigen und ärztlich angeordneten Rücktransport nach Deutschland auf. Genau an dieser Stelle lohnt es sich, die Bedingungstexte genauer zu lesen, da kranke Urlauber auch gerne nach Hause möchten, wenn ihr Transport nicht medizinisch nötig ist oder vom Arzt angeordnet wird. Achten Sie bei der Wahl der Auslandsreisekrankenversicherung also darauf, dass der medizinisch sinnvolle und vertretbare Rücktransport ins Heimatland abgedeckt ist wie etwa bei der Reisekrankenversicherung, die die SV anbietet.
Die Auslandsreisekrankenversicherung kann für eine einzelne Reise oder als Jahrespolice für wenig Geld abgeschlossen werden. Für eine Reisekrankenversicherung bezahlen Singles in der Regel rund zwölf Euro im Jahr, eine vierköpfige Familie um die 46 Euro. Normalerweise gilt eine Reisekrankenversicherung für ein Jahr auf allen Reisen bis zu einer Dauer von acht Wochen, die die Person oder Familie in dieser Zeit unternimmt. Es gibt auch Travel-Pakete, die als Einzelpersonen oder als Familie abgeschlossen werden können. Darin enthalten ist auch eine Reise-Rücktrittskosten-Versicherung, die dann einspringt, wenn man die Reise nicht antreten kann oder sie vorzeitig abbrechen muss.
Hier geht’s zum Tarifrechner:
 
Plus Für Reisende in Deutschland, Europa oder weltweit: Die private Unfallversicherung gilt weltweit und zwar egal, ob man den Unfall selbst verschuldet hat oder nicht. Die Versicherung leistet, falls Such-, Rettungs- und Bergungskosten notwendig werden, unabhängig von der Schwere der Verletzung. Der Transport in ein Krankenhaus und die Kosten für den Rücktransport nach Deutschland werden ebenfalls übernommen. Die SV ersetzt in ihrer Top-Deckung beispielsweise bis zu 50.000 Euro. Die Unfallversicherung zahlt, je nach Vertrag, Invaliditätsleistungen, Rentenleistungen oder Krankenhaustagegeld an die versicherte Person aus.

Hier geht’s zum Tarifrechner:
https://www.sparkassenversicherung.de/unfallversicherung/

Wissenswertes rund ums Reisen: Viel und gerne unterwegs

Flugzeug 2018 waren über 55 Millionen deutsche Urlaubsreisende unterwegs und haben rund 70 Millionen Urlaubsreisen unternommen, die mehr als 5 Tage gedauert haben. Insgesamt gaben die Deutschen im Jahr 2018 rund 71,2 Milliarden Euro für ihre Urlaubsreisen aus. Die durchschnittlichen Reisekosten pro Person und Reise lagen bei etwa 1.017 Euro. Im Schnitt waren sie dabei 12,7 Tage unterwegs. Weitere Zahlen:
  • 35,4 Millionen Kurzurlauber (2-4 Tage)
  • 88 Millionen Kurzurlaubsreisen (2-4 Tage)
  • 29,1 Millionen Tagesreisen ab 50 Kilometer

Am liebsten entspannt am Meer

PersonDer Bade- oder Strandurlaub ist die beliebteste Art des Urlaubs, ihm folgen Städtereisen, Wanderurlaube, Wellnessreisen oder Skiurlaube. Das Sonnenbaden liegt übrigens bei allen Altersgruppen ganz weit vorne. Abschalten und Ruhe finden, sind für deutsche Reisende im Urlaub also besonders wichtig.

Auch daheim ist es schön

Bild Rund 12 Prozent der deutschen Urlauber entschieden sich 2018 für ein Fernreiseziel, dabei waren Ostasien, Nordamerika und Nordafrika die beliebtesten Destinationen. In Europa entschieden sich die meisten Deutschen für einen Urlaub in Spanien, gefolgt von Italien und Österreich. Die reisefreudigen Deutschen sind aber nicht nur im Ausland unterwegs, sondern bleiben auch gerne im eigenen Land. Jeder Fünfte plant 2019, seinen Urlaub in Deutschland zu machen. Zu den begehrtesten Reisezielen zählen Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. 
Stefanie Rösch
Über die Autorin:
Stefanie Rösch arbeitet als Pressereferentin in der Unternehmenskommunikation der SV.

15.05.2019

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