Yoga am Strand im Sonnenuntergang
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Auslandssemester: Von doppelten Versicherungen und einfachen Entscheidungen

Wie ein Auslandssemester in der Theorie ablaufen könnte, ist vielen Studenten klar. Besser ist aber, sich direkt bei Leuten zu erkundigen, die bereits im Ausland waren. So erhält man Infos aus erster Hand!  Wir haben daher drei Studenten, die erst vor kurzem aus dem Ausland zurückgekehrt sind, nach ihren Erlebnissen gefragt. Ihr Aufenthalt führte sie nach Kanada, Spanien und Kroatien.
Drei Fragen an Marco zu seinem Auslandssemester in Kanada
Warum wolltest du ins Ausland und warum nach Kanada gehen?
Für mich kam ein Auslandssemester in erster Linie in Frage, weil ich meine Englischkenntnisse optimieren wollte. Außerdem hat es mich interessiert, welche Forschungsperspektiven in Nordamerika im Sport existieren. Die Wahl auf die Brock University fiel mir letztendlich leicht: Sie hat eines der besten Sportmanagement-Programme in ganz Nordamerika. Außerdem haben mir viele Studienkollegen, die bereits in Kanada waren, die Brock University ans Herz gelegt.
Welche Art von Versicherungen hattest du abgeschlossen?
Bevor ich los bin, habe ich noch meine Impfungen auffrischen lassen und eine Auslandsreiseversicherung abgeschlossen. In dieser wäre vom Krankenhausaufenthalt bis zum Rücktransport alles abgesichert gewesen. Dummerweise unterhalten kanadische Universitäten Kooperationen mit Gesundheitsunternehmen. Wir hatten beispielsweise zwei Ärzte und eine Apotheke direkt auf dem Campus. Die Uni hat dann trotz meines bereits bestehenden Versicherungsschutzes darauf bestanden, dass ich noch eine kanadische Krankenversicherung abschließe - so habe ich im Endeffekt doppelt bezahlt. In meiner Versicherung war auch ein Vollkasko-Kfz-Schutz mit drin. Das war sinnvoll, denn in Kanada ist das Hauptreisemittel das Auto.
Es ist doch bestimmt cool, typisch nordamerikanisch direkt am College zu wohnen, oder?
Ich hatte die Wahl, ob ich während des Semesters "On-Campus" oder "Off-Campus" wohnen will. Auf Rat von meinen Kommilitonen wählte ich die "Off"-Variante. Denn auf dem Campus sind nur diejenigen untergebracht, die gerade ihr erstes Semester absolvieren - in Kanada ist man da gerade einmal 17 oder 18 Jahre alt. Von daher wollte ich lieber mit Gleichaltrigen außerhalb des Campus wohnen. Meine deutschen Kommilitonen kannten auch noch eine Vermieterin und haben mich an sie vermittelt. Ich habe während des Semesters dann in einer internationalen 5er-WG gelebt.
 

Marco Aumüller, 21

Studiengang: Sportmanagement

Heimuni: FH Remagen

Gastuni: Brock University/ St. Catharines, Kanada

 

Im weitläufigen Kanada ist das Auto Fortbewegungsmittel Nummer eins. Wenn Zeit war, machte Marco gerne mal einen Abstecher in die wunderschöne Natur der Nationalparks. Im Bild bestaunt er den nebligen Sonnenaufgang im Algonquin-Park.

Lisa Hartmann, 20

Studiengang: Psychologie

Heimuni: Uni Mainz

Gastuni: Universitat de Valencia/Spanien

 

 

Gerade das "spanische Spanisch" bereitete Lisa am Anfang Probleme. Im Laufe des Semesters klappte es jedoch immer besser. Selbst in Málaga (Foto), wo die Einheimischen den starken Akzent Andalusiens sprechen, klappte es prima.

Drei Fragen an Lisa zu ihrem Auslandssemester in Spanien

Warum wolltest du ins Ausland und warum nach Spanien gehen?
Ich wollte aus dem deutschen Alltag entfliehen und unbedingt mein Spanisch verbessern. Südamerika wäre auch eine Option gewesen, aber das war mir zu weit weg. Also habe ich mich für Valencia entschieden, eine wunderschöne Stadt direkt am Meer.
War es schwer eine Unterkunft zu finden?
Die Wohnungssuche hatte ich mir deutlich entspannter vorgestellt. Ich habe mich in einem Hostel einquartiert und wollte vor Ort nach einer Wohnung suchen. In Valencia gibt es ein Stadtviertel, in dem besonders viele Studenten wohnen. Dort hingen überall Zettel in denen freie Zimmer beworben wurden. Nach gefühlten 20 Absagen habe ich dann doch noch einen Platz in einer WG ergattert - durch einen Kolumbianer, den ich in einer Bar kennengelernt habe. Mit ihm und zwei anderen habe ich dann zusammen gewohnt. Einmal im Monat kam die Vermieterin vorbei und hat sich die Miete in bar auszahlen lassen.
Wie lief es denn mit der Sprache so?
Am Anfang lief es schwer. Englisch sprechen nur wenige, sodass man fast alles auf Spanisch regeln muss. Im Vergleich zu den Südamerikanern reden Spanier sehr schnell. Dadurch, dass ich aber auch in der WG Spanisch sprechen konnte und spanische Serien geschaut habe, hat sich mein Spanisch im Laufe der Zeit deutlich verbessert. Und das, obwohl mein Freundeskreis in Valencia überwiegend aus Deutschen bestand.

Drei Fragen an Christin zu ihrem Auslandssemester in Kroatien

Warum wolltest du ins Ausland und warum nach Kroatien gehen?
Während meines Bachelorstudiums hatte ich leider keine Zeit, um ins Ausland zu gehen. Viele meiner Freundinnen waren aber im Ausland und meinten, es wäre eine tolle Zeit gewesen. Für mich war dann bereits im ersten Semester meines Masterstudiums klar, dass ich auch ins Ausland gehen möchte. Ich wollte in einer anderen Kultur leben. Relativ früh habe ich mich dann für die Uni in Zagreb entschieden. Hintergrund ist, dass ich Wurzeln in diesem Land habe und mein Kroatisch verbessern wollte, Außerdem bot die Uni coole Kurse mit aktuellen Themen an.
Wie lief die Planung bei dir?
Ich habe Infoveranstaltungen der Fakultät besucht und hatte eineinhalb Jahre vor meinem Semester meinen Platz bereits sicher. Nach der Zusage im Dezember 2014 hatte ich erstmal ein halbes Jahr nichts zu tun. Im Herbst 2015 ging es darum, erste Dokumente auszufüllen. Es hat sich herausgestellt, dass das International Office meiner Gastuni sehr kompetent war, in der Organisation lief alles reibungslos ab. So konnte ich Anfang 2016 in Richtung Kroatien aufbrechen.
Musstest du viel für die Uni machen?
Da 2016 eine internationale Studentenolympiade in Zagreb stattfand, war das Semester ziemlich früh vorbei. Zwischen Mitte April und Juni war ich nur für die Uni beschäftigt, musste insgesamt acht Hausarbeiten und drei Klausuren mit Zwischenprüfungen schreiben. Danach und davor bin ich aber viel gereist und war feiern.

14.03.2017
 
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Infos zum Autor
Philipp Durillo Quiros studiert im vierten Semester an der Universität Mannheim und absolvierte ein achtwöchiges Praktikum in der Unternehmenskommunikation bei der SV SparkassenVersicherung. Ab Juli 2017 verbringt er ein Auslandssemester in Kolumbien. Dementsprechend durchläuft er gerade selbst die Mischung aus Stress und Vorfreude, die einen während der Planung begleitet. Der Text basiert sowohl auf intensiven Recherchen, Befragungen befreundeter Studenten, die bereits im Ausland waren, als auch eigenen Erfahrungen, was Bewerbungs- und Organisationsprozesse betrifft.

Christin Cindric, 25

Studiengang: M.A./Politische Kommunikation

Heimuni: Uni Mainz

Gastuni: Uni Zagreb/Kroatien

 

 

 

Viel feiern und reisen: Christin genoss ihr Auslandssemester in vollen Zügen. Am besten ließ sich beides in der Stadt Dubrovnik (Foto) verbinden.

Autor:
Philipp Durillo Quiros

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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