Pad zum Einsatz im Krankenwagen
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Rettungsdienst-Experten entwickeln Technik, die im Notfall wertvolle Zeit spart

Carsten Rausch und Gunter Ernst aus dem Raum Gießen haben ein Pad entwickelt, das das Rettungswesen revolutioniert und hilft, Leben zu retten. Ein Besuch bei unserem Kunden, der medDV GmbH in Gießen.
Viele Jahre waren die beiden selbst im Rettungsdienst der Johanniter tätig. Sie wissen, wie wichtig das Thema Zeit im Notfall ist. Denn nach Herzinfarkt oder Schlaganfall zählt jede Minute. Nur: „Auf der Fahrt zum nächsten Krankenhaus oder zur Klinik füllt der Rettungsdienst in der Regel große Papierbögen mit vielen Daten aus, die dann mit vielen Durchschlägen dem Krankenhauspersonal übergeben werden“, berichtet Carsten Rausch. Vieles an Informationen ging früher auch aufgrund der traditionellen Kommunikationswege verloren. „Per Funk meldete der Rettungswagen an die Leitstelle und diese an die diensthabende Krankenschwester, was für ein Fall denn da eingeliefert würde. Beim Eintreffen des Patienten war das Krankenhaus dann häufig dennoch nicht optimal vorbereitet“, so der Experte.
Gute Informationen bringen wichtigen Zeitvorteil
„Das muss auch anders gehen“, dachten sich Rausch und Ernst und gründeten 2003 in Pohlheim bei Gießen die medDV GmbH, die sich mit der Entwicklung von Datenbank-Applikationen beschäftigt. Die umtriebigen Unternehmer wussten aus der eigenen Rettungsdienstpraxis, wie wichtig gute und verlässliche Informationen sind und dass diese wichtige Zeitvorteile bieten können. Nachdem sie in ihrem Unternehmen recht schnell eine Software-Lösung entwickelt hatten, erkannten sie, dass sie den Kunden auch eine entsprechende Hardware anbieten sollten.

Autor:
Thomas Deneke

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

Bedienung des Pads

Bevor die Geräte ausgeliefert werden, erfolgt eine ausgiebige Qualitätskontrolle.

Bedienung des Pads

Bevor die Geräte ausgeliefert werden, erfolgt eine ausgiebige Qualitätskontrolle.

Bauteile des Pads

Das Gehäuse schützt vor den harten Anforderungen im Rettungsdienst.

Bauteile des Pads

Das Gehäuse schützt vor den harten Anforderungen im Rettungsdienst.

Technisch wäre der Einsatz eines handelsüblichen Tablets sicherlich möglich gewesen. „Doch denen fehlte die Robustheit und der wasserdichte Kartenleser, die ein solches Pad im Rettungsdienst einfach haben müssen“, betont Rausch. Aus diesem Grund entwickelte die medDV GmbH ihr eigenes Pad, das sogar über einen Kartenleser verfügt. Auch Regen oder die Reinigung mit Desinfektionsmitteln lassen das Gerät nicht straucheln. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist der Monitor zudem noch hell genug. „So können wir mit einer optimal aufeinander abgestimmten Hard- und Softwarelösung bei Rettungsdiensten bundesweit punkten“, erläutern die beiden Geschäftsführer.
Den großen Durchbruch mit ihrem speziellen Pad für den Rettungsdienst hatte das Unternehmen im Jahr 2013. Damals gewann man eine große Ausschreibung des Rettungsdienstes in Bayern. Sämtliche Rettungsfahrzeuge in dem Freistaat sind seitdem mit dem Pad aus Pohlheim ausgestattet.
Optimale Vorbereitung auf den Notfallpatienten
Nach den positiven Erfahrungen in der Praxis beflügelt Mundpropaganda das Geschäft. Denn das, was das Notfall-Informations- und Dokumentationssystem so alles kann, überzeugt Rettungsmitarbeiter wie Krankenhausteams. So kann das Pad beispielsweise bei einem Herzinfarkt das EKG vom Krankenwagen unmittelbar an das Krankenhaus übermitteln, sodass sich die Herzspezialisten optimal auf den Notfallpatienten vorbereiten können. Blutdruck, Puls und weitere wichtige Parameter stellt das Rettungswagenteam über das Pad bereits während der Fahrt dem Krankenhaus zur Verfügung. Die präzise Übermittlung von Daten zu Medikation, Alter, Geschlecht etc. gewinnt das Ärzteteam wertvolle Minuten. „Auch Bilder können etwa von der Unfallstelle übermittelt werden. Das hilft den Ärzten ungemein weiter. Denn nach einem Unfall ist es äußerst interessant zu wissen, aus welchem Winkel womöglich welche Kräfte auf den Körper eingewirkt haben“, berichtet Gunter Ernst. Ein wertvoller Partner, der das Wachstum und die Entwicklung mit begleitet und das Unternehmen versicherungstechnisch absichert, ist die SV SparkassenVersicherung.

Fotos: Christa Henke

02.01.2017
Zwei Männer mit Pads

Die beiden Geschäftsführer Carsten Rauch (l.) und Gunter Ernst von medDV arbeiteten selbst früher im Rettungsdienst.

Zwei Männer mit Pads

Die beiden Geschäftsführer Carsten Rauch (l.) und Gunter Ernst von medDV arbeiteten selbst früher im Rettungsdienst.

Entwicklung des Pads

medDV hat die Pads und insbesondere die dahinter stehende Technik selbst entwickelt.

Entwicklung des Pads

medDV hat die Pads und insbesondere die dahinter stehende Technik selbst entwickelt.

Team vor Pads

Vertrauen ihrerseits auf das Sicherheitsnetz der SV, das Christopher Fehl (l.), Leiter der SV Geschäftsstelle Vogelsbergkreis, und bAV-Experte Felix Marquez (r.) für sie spannen: Carsten Rausch und Gunter Ernst (2. und 3. von links).

Team vor Pads

Vertrauen ihrerseits auf das Sicherheitsnetz der SV, das Christopher Fehl (l.), Leiter der SV Geschäftsstelle Vogelsbergkreis, und bAV-Experte Felix Marquez (r.) für sie spannen: Carsten Rausch und Gunter Ernst (2. und 3. von links).

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