Sprinter beim Start
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Job und Leistungssport? Das heißt viel Disziplin und gut strukturiert sein!

Patrick Domogala ist Azubi für Versicherungen und Finanzen in der Mannheimer SV. Und er ist als Leistungssportler international unterwegs. Wie geht das denn zusammen?
Seit seinem neunten Lebensjahr begeistert sich Patrick Domogala für Leichtathletik. Freude an der Bewegung - insbesondere im Sprint - und eine ausgeprägte Disziplin zeichneten ihn schon früh aus. Wenn seine Klassenkameraden sich zum Spielen trafen, absolvierte er seine Einheiten auf der Trainingsbahn. Die Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft von 1899 (MTG) ist sein Verein. Hier ist auch der Olympiastützpunkt Rhein-Neckar ansässig. Domo, wie ihn seine Sportkollegen nennen, läuft über die Distanzen 60, 100 und 200 Meter.
Nationale Wettbewerbe, Europa- und Weltmeisterschaften, das ist das sportliche Parkett, auf dem sich Domogala bewegt. Bei der WM auf den Bahamas 2015 startete er gegen Usain Bolt in der 4x100 Meter-Staffel. "Das war schon etwas Besonderes. Bolt ist eine Klasse für sich", erinnert sich der Läufer an seinen damaligen Saisonhöhepunkt. Danach, als er in Richtung WM in Peking durchstarten wollte, warf ihn eine Verletzung aus der Kurve. Statt ins Reich der Mitte ging es in den Operationssaal. Der Genesungsprozess dauerte länger als gedacht, an Formaufbau war erstmal nicht zu denken. Das Ziel Olympische Spiele 2016 in Rio hatte er bis zum letzten Qualifikationsrennen fest im Blick. Am Ende hat es knapp nicht gereicht. Der Kampf mit dem eigenen Körper war eine neue Situation und "Geduld gehört nicht zu meinen größten Stärken", gibt Domogala zu. 
Professionell im Sport und im Job
Mit 16 Jahren wurde Domogala zum ersten Mal Deutscher Jugendmeister. Das war 2009. Seitdem trainiert er fast täglich, manchmal sogar zwei Mal am Tag. Aber er zog auch die Schule bis zum Abitur durch und macht seit 2014 eine Ausbildung bei der SV. Dank seiner Professionalität im Sport ist Domogala gut strukturiert und kriegt das hin. "Mit meinen Ausbildern und der Personalabteilung habe ich eine tolle gegenseitige Vertrauensbasis. Sie ermöglichen mir, die Zeit so einzuteilen, dass ich auch mal ins Trainingslager oder auf Wettkämpfe im Ausland gehen kann, obwohl Lernen angesagt ist. Das Pensum hole ich aber nach. Es ist ein Geben und Nehmen und ich sage nicht einfach nur, dass ich dann eben mal weg bin", so der 23-Jährige.
In seinen Ausbildungsstationen erhielt Domogala Einblick in den Innen- und Außendienst der SV. Dabei stellte er fest, dass die Arbeit im Vertrieb genau sein Ding ist. Hier ergeben sich für ihn viele Parallelen zum Sport: Auch ein Außendienstler muss sich jeden Tag aufs Neue selbst motivieren, mit Rückschlägen umgehen und diszipliniert arbeiten. Das ist für den Leistungssportler kein Problem. Die Frage, ob es nicht manchmal nervt, vor der Arbeit schon die erste Trainingseinheit zu absolvieren, winkt er lachend ab: "Irgendwann stellt man das gar nicht mehr in Frage. Der Sport wird zum Job. Wenn man arbeitet, überlegt man sich ja auch nicht jeden Morgen, ob man da jetzt hingeht oder nicht. Und ich habe eben zwei Jobs".
In den nächsten Jahren liegt der Fokus auf Sport
Im Moment arbeitet Domogala in einer Generalagentur in Mannheim und wird hier seine Ausbildung bei der SV abschließen. Sein Chef war früher selbst Leichtathlet und bringt ihm großes Verständnis entgegen. Solange Domogala seine Arbeit schafft, lässt er ihm den Freiraum, den er braucht. Trotzdem muss der Leistungssportler in diesem Jahr entscheiden, wo er seinen persönlichen Schwerpunkt setzen will. Wenn er in der Leichtathletik zu den Besten gehören will, muss er sein Leben noch stärker auf den Sport fokussieren. Jetzt hat er seinen Leistungsstand von vor der Verletzung wiederhergestellt und will sich in den kommenden Jahren mit internationalen Wettkämpfen fit für 2020 machen. Dann sind die Olympischen Sommerspiele in Tokio.
Doch Domogala denkt auch schon an die Zeit nach dem Leistungssport und investiert weiter in seine Ausbildung. In diesem Jahr wird er ein BWL-Fernstudium mit dem Schwerpunkt Personalwesen beginnen. Mit dem Fernstudium kann er sich seine Zeit besser einteilen als an der Uni, wo er zu Präsenzveranstaltungen gehen müsste. Den Kontakt zur SV will er auch nicht ganz aufgeben. Während des Studiums wird er weiterhin in Teilzeit in der Generalagentur arbeiten.

Fotos: Ben van Skyhawk

02.01.2017
Leichtathlet in Halle
Patrick Domogala macht sich fit für 2020. Dann sind die Olympischen Sommerspiele in Tokio.
Leichtathlet beim Training
Freude an der Bewegung - insbesondere im Sprint - und eine ausgeprägte Disziplin zeichneten Patrick Domogala schon früh aus.

Autorin:
Silke Spatz

Kontakt in die Redaktion:
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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