• Eier in einem Korb

    Nicht alle Eier in einen Korb legen

    Die Mischung macht´s

Geld sparen und anlegen in Zeiten von Nullzinsen

Es ist die goldene Regel der Kapitalanlage und preisgekrönte Börsenweisheit: Lege nicht alle Eier in einen Korb! Gemeint ist damit, dass man sein Geld nie auf nur eine Anlage setzen, das Risiko breit streuen sollte. Das gilt auch für die private finanzielle Vorsorge. Passend zu ihrer individuellen Risikofreude und ihren Zielen sollten Sparer die richtige Mischung von Anlagen in ihr Körbchen legen.

Dagobert Duck hatte seine eigene Strategie für den Umgang mit Geld: Er scheffelte es im Geldspeicher und badete darin. Eine weder damals noch heute empfehlenswerte Strategie.
Geldscheine
Unter die Matratze oder aufs Sparbuch? Grundsätzlich sollten maximal zwei bis drei Nettogehälter für Notfälle verfügbar sein. Die Matratzen-Lösung ist riskant.
Weinkeller
Kunst, Wein, Autos, Luxusmarken oder Schmuck haben eigene Spielregeln, die Neulinge nicht so schnell durchschauen. Insider können damit durchaus finanziell erfolgreich sein.
Gold oder "Betongold"? Bei Gold lassen sich Wertgewinne nur schwer kalkulieren. Bei Immobilien locken niedrige Zinsen und sie sorgen zusätzlich für Sicherheit im Alter.
Aktien schrecken gerne wegen des Verlustrisikos ab. Nur wenige beschäftigen sich mit Börsenkursen. Fonds sind Alternativen, Versicherungen bieten zudem Sicherheit.
Sparer und Anleger müssen entscheiden, ob sie ein hohes Risiko eingehen und damit die Chance auf eine gute Rendite haben wollen oder ihnen Sicherheit wichtiger ist. Um die individuelle Risikofreude herauszufinden, hilft es, sich vorab selbst mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Eigene Recherchen oder Gespräche mit Freunden können eine Einstiegshilfe in das Thema sein. Wenn es konkret um ein gelungenes Portfolio passend zu den persönlichen Neigungen geht, sollte man ruhig den Expertenrat suchen. Denn es ist schon ein kleines Kunststück, Geld in Zeiten der Nullzinspolitik optimal anzulegen.

Geld unter die Matratze stecken:

Nullzinsen für das Geld auf der Bank lassen viele Anleger die Haare raufen. Da kann man doch sein Geld gleich in der Matratze verstauen, sagen sich so manche Sparer. Auch der geizige Milliardär Dagobert Duck aus den Disney-Comics badete ja mit Vorliebe in seinem Geldspeicher. Doch Vorsicht! Bei einem Hausbrand oder Diebstahl ist alles weg. Und selbst wenn das Geld physisch erhalten bleiben sollte: Die Inflation frisst den Wert auf. Nach zehn Jahren hat das Geld 20 Prozent verloren. Also Nichtstun und das Vermögen zuhause horten ist sicher keine Lösung.

Auf ein Sparbuch einsparen:

Das gute alte Sparbuch ist eine der beliebtesten Anlageformen. Das Sparbuch sollte aber nicht überquellen, sondern dort sollte nur eine Reserve drauf sein. Denn hier schrumpft der Wert des Geldes. Als Faustregel gilt: Maximal zwei bis drei Monats-Nettoeinkommen sollte man darauf parken.

Geld in Liebhabereien anlegen:

Wertgewinne versprechen teure Weine, Oldtimer, Designmöbel oder Kunstwerke. Aber solch schöne Dinge sind Moden unterworfen. Die vor 30 Jahren gekaufte Biedermeier-Kommode hat in den letzten Jahren deutlich an Wert verloren. Und wenn etwa das Etikett des edlen Chateau Mouton-Rothschild im feuchten Weinkeller verschimmelt, dann ist ein Großteil des Wertes dahin. Auch Kosten für Lagerung, Restaurierung oder Wiederherstellung von Möbeln und Autos, Erhalt und Ersatzteile sind nicht zu unterschätzen. Wer auf solche Werte setzt, sollte dies nicht im Hinblick auf die Vorsorge tun, sondern weil er Freude an den Gegenständen hat.

In Gold investieren:

Gold ist zunehmend beliebt. Die traditionelle Fluchtwährung ist gerade in Krisenzeiten begehrt, doch Wertgewinne lassen sich nur schwer kalkulieren. Jahrelang dümpelten die Goldnotierungen dahin. Und wer die Barren oder Münzen nicht ins Bankschließfach legt, hat ein Diebstahlsrisiko. Vorsorgesparer sollten nur einen kleinen Teil des Vermögens in das gelbe Metall anlegen. 

Immobilien kaufen:

Immobilien sind heiß begehrt. Das schlägt sich vielfach in den Preisen nieder. Vor allem in vielen Großstädten ist inzwischen ein so hohes Preisniveau erreicht, dass manche Experten von einer Preisblase sprechen. Das müssen vor allem Käufer berücksichtigen, die Immobilien als Anlageobjekte kaufen wollen. Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, profitiert jedoch von den aktuellen Niedrigzinsen, denn Darlehen sind günstig. Wird die Immobilie selbst genutzt, schafft dies Sicherheit im Alter. Und wer das Eigentum vermietet, hat Einnahmen. Immobilien haben auch Nachteile: Nebenkosten, Instandhaltungs- und Renovierungskosten müssen selbst getragen werden. Außerdem wird Grundsteuer fällig.

In Aktien investieren:

Gute Renditen werfen in allen historischen Vergleichen Aktien ab. Doch viele Deutsche sind skeptisch: Weniger als jeder achte Bundesbürger hält Aktien in irgendeiner Form. Zum Vergleich: In den Niederlanden ist es fast jeder Dritte. Auf dem Aktienmarkt können sicherlich höhere Renditen erzielt werden, aber es gibt auch das Verlustrisiko, wenn Kurse zurückgehen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Totalverlust. Vorsicht ist bei Einzelaktien geboten: Nicht jedes Papier entwickelt sich wie Apple. Der Kurs des Unternehmens legte in fünf Jahren um 350 Prozent zu.

Renten- und Lebensversicherungen abschließen:

Bei den klassischen Produkten wie der Rentenversicherung und der Lebensversicherung ist im Vergleich zu anderen Sparanlagen noch eine Garantieverzinsung enthalten. Diese ist zwar in den letzten Jahren gesunken, ist aber für sicherheitsorientierte Anleger durchaus attraktiv. Die SV bietet mit IndexGarant eine Kombination aus Sicherheit und Rendite. IndexGarant gibt es mit drei unterschiedlichen Indices: zwei Aktienindices und einem Multi-Asset-Index. Die jährlichen Überschussanteile werden in Optionen investiert, deren Rendite sich am Verlauf eines attraktiven Index orientiert und je nach gewähltem Index durch einen Cap begrenzt ist. Somit bietet das Produkt attraktive Renditemöglichkeiten. IndexGarant kann auch im Rahmen der Rürup-Rente oder der betrieblichen Altersvorsorge eingesetzt werden.

Auf Fonds und fondsgebundene Versicherungen setzen:

Bei Fonds wird auf eine breite Diversifikation mit unterschiedlichen Anlageklassen gesetzt wie etwa in Investment-, Immobilienfonds oder Mischfonds. Da wird in verschiedenen Branchen und Regionen investiert, was das Risiko für den Anleger minimiert. Manche Anleger setzen auf so genannte ETFs, die Indices abbilden. Die Kapitalanlagegesellschaften haben die Fonds in Risikoklassen eingeteilt. So findet jeder etwas. Der vorsichtigere Anleger genauso wie der risikobereite. Auch eine fondsgebundene Rentenversicherung ist sehr interessant. Sie bietet hohe Renditechancen kombiniert mit Steuervorteilen. Und wer Fonds öfters wechseln möchte, zahlt keine sonst üblichen Ausgabeaufschläge. Die SV bietet mit der SV VermögensPolice Invest ein interessantes Produkt an. Je nach Risikoneigung kann zwischen unterschiedlichen Fonds gewählt werden - von sicherheits- bis chancenorientiert. 15 Fonds und 15 ETFs stehen übrigens zur Auswahl. So kann jeder seine individuelle Anlagestrategie zusammenstellen. 
Andrea Lee-Ott
Autorin: Andrea Ott
Andrea Ott ist Pressereferentin bei der SV SparkassenVersicherung und Social Media Managerin (depak).

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                                                                            28.10.2020

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