• Kinder mit Gartenschlauch

    Kinder im Haushalt

    Die größten Unfallgefahren daheim

Die 7 größten Gefahrenzonen für Kinder im Haushalt

Verbrennungen durch die Hand auf der heißen Herdplatte, Schnittwunden, der Sturz vom Treppenabsatz oder ein Griff zur Steckdose: Unfälle im Haushalt können leichter passieren, als man denkt. Wir zeigen die 7 größten Gefahrenzonen und Risiken für Kinder im Haushalt.

1) Die Küche
Kinder sind in der Küche einer Menge Gefahren ausgesetzt: Glühende Herdplatten, kochendes Wasser, eine heiße Ofentür – die Zahl der Unfallquellen ist hier besonders hoch. Verbrennungen und Verbrühung sind hier an vielen Stellen möglich. Aus diesem Grund sollten Kinder in der Küche niemals unbeaufsichtigt sein.
2) Treppen und andere Stolperfallen
Kopfverletzungen durch Stürze gehören zu den häufigsten Verletzungen bei Kindern. Sichern Sie in der Wohnung befindliche Treppen daher am besten unzugänglich ab. Auch das richtige Treppensteigen will gelernt sein – Kinder im Krabbelalter sind am sichersten rückwärts unterwegs.
In der Nähe von typischen Stolperfallen können Sie die umstehenden Möbel mit einem Kantenschutz versehen, um bei einem Sturz Kopfverletzungen vorzubeugen.  
3) Das Badezimmer
Im Bad sollten Sie Kinder nicht allein lassen – vor allem in der Badewanne. Selbst im flachen Wasser können Kinder die Orientierung verlieren und ertrinken. Apropos Baden: Verbrühungen passieren auch im Badezimmer: der Temperaturregler ist ein beliebtes, aber gefährliches Spielzeug.
Eine weitere Gefahr sind Reinigungsmittel und Medikamente. Hier sollten Sie darauf achten, dass sie außerhalb der Reichweite von Kindern stehen. Sollte Ihr Kind dennoch mit Reinigungsmittel in Berührung kommen, hilft die Giftnotrufzentrale.
4) Fenster und Balkon
Jedes Jahr verletzen sich unzählige Kinder beim Sturz aus dem Fenster oder vom Balkon. Lassen Sie Kinder niemals ohne Aufsicht bei geöffnetem Fenster oder auf dem Balkon spielen. Bei Kleinkindern liegt der Körperschwerpunkt höher als bei Erwachsenen und sie verlieren schneller das Gleichgewicht. Fenster sollten im besten Fall abschließbar sein.
5) Der Garten
Im eigenen Garten spielen und toben – was für ein Vergnügen. Auf giftige Blumen und Sträucher verzichten Eltern dabei lieber, nicht selten sehen die Pflanzen für Kinderaugen allzu verlockend aus. Auch Gartenteiche, Pools und Regentonnen sind ein Risiko und sollten eine kindersichere Absperrung haben.      
6) Unsichtbare Gefahren zuhause 
Neben den offensichtlichen Unfallursachen gibt es auch unsichtbare Risiken: Beispielsweise Glastüren, rutschige Stein- und Fliesenböden oder unbefestigte Regale. Stromquellen sollten immer gut gesichert sein – offene Kabel oder ungesicherte Steckdosen sind ein No-Go.
Die am meisten unterschätzten Gefahrenquellen sind aber Kleinteile wie Knopfbatterien, kleine Bausteine oder abgerissene Knöpfe. In nur wenigen Sekunden eingeatmet oder verschluckt, können diese Gegenstände zu einer gefährlichen Atemnot führen. 
7) Unterwegs
Zu den größten Unfallrisiken außer Haus gehört der Sturz vom Rad – vor allem dann, wenn die Kinder ohne Helm unterwegs sind. Das Tragen von einem Kopfschutz sollte selbstverständlich sein und die Eltern dürfen gern mit gutem Beispiel voran gehen.
Beim Schwimmen unterschätzen viele Erwachsene die Fähigkeiten ihrer Kinder: Die meisten gehen davon aus, dass Schwimmanfänger mit dem Erwerb des Seepferdchens unbeaufsichtigt schwimmen können. Allerdings bedarf es auch danach noch viel Übung, um wirklich sicher im Wasser unterwegs zu sein.
Kinder in Kisten

Jedes Jahr werden rund 1,7 Millionen Kinder mit Unfallverletzungen ärztlich behandelt. Etwa zwei Drittel dieser Unfälle passieren in den eigenen vier Wänden oder auf dem Spielplatz. Die meisten Unfälle von Kindern verlaufen zum Glück ohne Langzeitfolgen. Etwa 40.000 Kinder pro Jahr verletzten sich allerdings so schwer, dass sie dauerhafte Schäden davon tragen. Schutz bietet in solchen Fällen eine Kinderunfallversicherung – und natürlich umfassende Vorsichtsmaßnahmen der Eltern. 

Noch mehr Informationen und Wissenswertes zur Vorbeugung von Kinderunfällen

  •  Auf kindersicherheit.de erhalten Sie als Eltern zahlreiche weitere Tipps, wie sie Ihr Zuhause noch sicherer machen können.
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt eine umfassende Online-Datenbank mit Angeboten und Informationsmöglichkeiten zur Kinderunfallprävention.

04.03.2020

Uta Leonhardt
Uta Leonhardt-Hamm ist freie Redakteurin. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe. 
Kontakt in die Redaktion: 
onlinemagazin@sparkassenversicherung.de

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