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    Stipendien­programme & Kunst­preise

    ermöglichen jungen sowie etablierten Künstlerinnen und Künstlern, ihren frei­schaffenden Beruf auszuüben und Ideen umzusetzen

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Stipendienprogramm der SV

Individualität

Kunst­preise und Stipendien sind wichtige Faktoren für einen Förderer von Kunst und Kultur in den Regionen. Einerseits bieten sie zeit­genössischen Künstlerinnen und Künstlern auch fern der Kunst­zentren die Möglich­keit, sich ganz auf ihre kreative Tätig­keit zu konzentrieren, sei es in ihrem eigenen Atelier oder an einem zur Verfügung gestellten Studio. Anderer­seits entstehen dadurch Verbindungen, die eine lang­jährige Zusammen­arbeit zwischen den Kultur- und Kunst­institutionen, den Künstlern und unserem Unternehmen fördert. Gleich­sam wird damit der stetige Wandel in der aktuellen Kunst vor Augen geführt und in unser SV Kunst­förder­programm ART-regio über­nommen.

Aktuelle Stipendienprogramme & Kunstpreise

Ausstellung StipVisite

Thüringer Landesstipendiaten für Bildende Kunst 2018

StipVisite

Galerie Waidspeicher, Erfurt
29. März bis 26. Mai 2019

Eröffnung: Donnerstag, 28. März, 19:00 Uhr

Informationen zur Ausstellung:

Marcel Krummrich
Sven Schmidt

Kunstmuseen der Stadt Erfurt
Galerie Waidspeicher
im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken
Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

www.galerie-waidspeicher.de
E-Mail: galeriewaidspeicher@erfurt.de
Tel.: 0361 655 1960

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag, Feiertag 11:00 - 18:00 Uhr

Die Arbeitsstipendien für Bildende Kunst 2018 gingen an Marcel Krummrich und Sven Schmidt. Ihre Arbeitsergebnisse aus dem letzten Jahr sind seit dem 29. März in der Galerie Waidspeicher in Erfurt zu sehen.

Marcel Krummrich. geheimnisvoll offenbar
Sven Schmidt. Verwerfung mit Gegenüber

Marcel Krummrich widmet sich dem Thema „Vergangenheit“ („Meist ist es eine, an der wir vorbeigehen, weil wir sie nicht sehen können, aber dennoch ist sie da.“). Seine Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Dualität von Zeit und Geschichte(n) und jene Veränderungen, die damit verbunden sind: geologische, landschaftliche, politisch-territoriale, architektonische. Dabei untersucht er aktuelle wie längst vergessene (möglicherweise nie zugewiesene) Bedeutungen diverser Orte, Räume und Landschaften anhand von Fundstücken: Objekte, die mehr oder weniger zufällig ihren Platz auf dem Feld der Geschichte fanden, nun aber aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts heraus nach Inhalt, Form, Bedeutung und Relevanz befragt werden sollen. Der Künstler wollte „Stillleben von Objekten aus ganz Thüringen fotografieren und ihnen aktuelle Landschafts- oder Architekturbilder der jeweiligen Fundorte gegenüberstellen.“

Marcel Krummrich absolvierte im Jahr 2008 eine einjährige Ausbildung an der renommierten Ostkreuzschule Berlin auf dem Gebiet der Künstlerischen Fotografie und ist als freier Fotograf in Erfurt tätig. In seinen künstlerischen Arbeiten widmete er sich bisher individuell wie gesellschaftlich relevanten Themen, dies tiefgründig und nicht ohne Humor. In der Serie „Unschuld“ (2010) etwa erzählt er mit den Stilmitteln des Märchens „eine Geschichte von verkrusteten Strukturen und latentem Fremdenhass“. Er thematisierte jüngst „(neue) Lebenswelten von Vertriebenen“ und setzte sich unter anderem mit dem Begriff „Heimat“ künstlerisch auseinander.

(Auszug aus der Jurybegründung 2018)

www.krummrich.de

Mit seiner sehr persönlichen, sehr direkten und ausgeprägten bildnerischen Sprache vertritt Sven Schmidt eine prägnante und glaubwürdige künstlerische Position. In seinem reifen Œuvre meist großformatiger figürlicher Malerei (und Grafik) erprobt er immer wieder die Übermittlung von Inhalten in neuen Bildkonstellationen.

Um das Arbeitsstipendium hat Sven Schmidt sich mit der Themenstellung „Verwerfungen mit Gegenüber“ beworben. Damit umreißt er eine inhaltliche Perspektive ebenso wie eine gestalterische Strategie. Impuls und Ausgangspunkt ist ihm die Beobachtung des Weltgeschehens und daraus resultierend die Wahrnehmung einer Krise von besonderer Dimension, der gegenüber er sich als bildender Künstler gefordert sieht: Wie so viele seiner Zeitgenossen empfindet er die Notwendigkeit, als Künstler auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verwerfungen und ihre Folgen zu reagieren. Es geht ihm um nichts weniger als „Bilder zur Lage der Welt“.

Die Reaktion auf gewalttätige kriegerische Ereignisse äußert sich unmittelbar und geradezu physisch nachvollziehbar im ausgreifenden und spontanen Malakt, fast immer großrahmig und auf jederlei Malgrund, wenn er nur schnell und leicht verfügbar ist. Dabei steht ihm eine fundierte – nicht zuletzt zeichnerische - Technik zu Gebote, von der er sich immer wieder impulsiv und brachial in ungekünstelten Gesten verabschiedet. Insofern steht Sven Schmidt in der hundertjährigen Tradition des Expressionismus, hier verstanden im Sinne eines kraftvollen, ernsthaften und aufrichtigen bildnerischen Reflexes auf das Welterleben, nicht als Übernahme stilistischer Mittel.

(Auszug aus der Jurybegründung 2018)

www.schmidtart.de

Seit 2003 lobt die Thüringer Staatskanzlei in Kooperation mit der SV SparkassenVersicherung Arbeitsstipendien für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Thüringen aus.

Ziel dieser Künstlerförderung, die 1997 vom Freistaat Thüringen ins Leben gerufen wurde, ist die Unterstützung der künstlerischen Weiterentwicklung der in Thüringen lebenden Künstlerinnen und Künstler. Durch den interessanten, vielschichtigen Austausch entstehen nicht nur eine enge Partnerschaft und ein produktiver Diskurs zwischen den Kunstschaffenden, dem Freistaat und der Wirtschaft, sondern vor allem Arbeiten in einer künstlerischen Qualität, die sich auf nationaler Ebene behaupten und etablieren können.

Seit der Kooperation zwischen der Thüringer Staatskanzlei und der SV erhielten mehr als 80 Künstlerinnen und Künstler ein solches Arbeitsstipendium. Im Laufe eines Jahres können noch nicht realisierte Projekte umgesetzt, neue Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet und experimentelle Ideen zur Weiterentwicklung des eigenen Werkes verwirklicht werden.

Präsentiert werden diese Arbeitsergebnisse in den Ausstellungen "StipVisite“: ab 2002 in den Mühlhäuser Museen, 2006 im Thüringer Landtag, von 2011 bis 2014 im Neuen Museum Weimar und jüngst in den Museen der Stadt Erfurt.

Die beiden diesjährigen Arbeitsstipendien für Bildende Kunst in Thüringen haben die Künstler Cosima Göpfert und Stefan Schiek erhalten.

Abb.:
links: Marcel Krummrich, Apfelbaum, Kleinfahner, Pigmentdruck, 2018.
rechts: Marcel Krummrich, Rinderopfer, Schädel mit Extremitäten, ca. 3. Jahrhundert n. u. Z., Opfemoor Vogtei, 2018.

Kunstpreis der SV SparkassenVersicherung

8. Baden-Württembergische Künstlermesse in Stuttgart

Der Kunstpreis der SV SparkassenVersicherung geht an

Anna Huxel

In Würdigung des künstlerischen Werks und dessen Präsentation auf der 8. Baden-Württembergischen Künstlermesse wurde Anna Huxel am Freitag, den 8. März mit dem Kunstpreis der SV SparkassenVersicherung ausgezeichnet.

Die Preisträgerin steht für eine junge malerische Position, die auf der Künstlermesse überzeugend präsentiert wurde. Insbesondere hat die Jury die Wirkmächtigkeit der farbigen Arbeiten nachhaltig überzeugt: Figuren werden als Volumen gedreht und gespiegelt, gestreckt und gestaucht und durch die schiere Dimension der Arbeiten kraftvoll ins Bild gesetzt. Leuchtende Farben werden zu Protagonisten einer Narration von Enge und Ferne, welche die Betrachterin und den Betrachter überwältigen.

Was bleibt ist der große Rettungsring in den neuesten Arbeiten der Künstlerin Anna Huxel, der nicht nur Sicherheit verspricht. Die Meisterschülerin im Weißenhof-Programm der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ist 1968 in Worms geboren, lebt und arbeitet heute Bad Teinach-Zavelstein.

(Jurybegründung)

Weitere Informationen zu Anna Huxel und der Baden-Württembergischen Künstlermesse finden Sie auf den jeweiligen Homepages:

www.kunstaspekte.art/person/anna-huxel
www.bbk-landesverband-bw.de

Abb.: v.l.n.r.: Mario Strzelski (Galerist), Roland Oppermann (Mitglied des Vorstands der SV), Anna Huxel (Preisträgerin)
Foto: © SV SparkassenVersicherung

Caligari Förderpreis 2019

Verleihung
des 21. Caligari-Förderpreises 2019

vom Förderverein der Filmakademie
Baden-Württemberg

Erneut förderte die SV SparkassenVersicherung 2019 Absolventen der renommierten Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg mit einem der Caligari-Stifterpreise in Höhe von 5.000 Euro.

Bereits zum 21. Mal fand am 26. Februar 2019 die Caligari-Preisverleihung statt. Seit 1999 organisiert und juriert der Förderverein der Filmakademie Baden-Württemberg diesen Preis und unterstützt damit junge Filmemacher und deren Projektideen, die im Rahmen des 3. und 4. Studienjahres realisiert werden. Unternehmen und Firmen aus der Region vergeben die Stifterpreise an studentische Filmprojekte in den Kategorien szenischer Film, Dokumentarfilm, Werbung, Serie, Animation und Fernsehjournalismus.

Der Caligari-Stifterpreis der SV SparkassenVersicherung ging in der Kategorie Dokumentarfilm an das Filmprojekt "Kashkash" von Lea Najjar und Estella Suplit.

Die SV förderte den Caligari-Stifterpreis zum fünften Mal. In diesem Jahr wurden 26 Filme nominiert und 10 Preise vergeben. Die Gewinnerprojekte wurden nicht nur mit der begehrten Caligari-Trophäe, sondern auch mit einer damit verbundenen finanziellen Förderung von jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.

Damit unterstützt der Förderverein der Filmakademie junge Filmemacher dabei, ihre experimentellen Ideen und Geschichten bei knappen Produktionsbudgets in einen Film umzusetzen.

Abb.: Dir. Dietmar Ivasko (SV SparkassenVersicherung) mit einer der Preisträgerinnen von "Kashkash", Foto: Christian Neuberger

www.filmakademie.de/caligari/preisverleihung-2019

die-sv-kultur-stipendien-3-100-jahre-bauhaus

Entdecke Design – Entdecke Bauhaus

Workshops in Thüringen, Hessen, Baden-Württemberg und Teilen von Rheinland-Pfalz im Schuljahr 2018/19

Initiiert von der Stiftung Deutsches Design Museum in Kooperation mit der SV.

ENTDECKE DESIGN – ENTDECKE BAUHAUS!

Zum hundertjährigen Gründungsjubiläum der Kunst- und Designschule Bauhaus widmet ihr die Stiftung Deutsches Design Museum in Kooperation mit der SV SparkassenVersicherung insgesamt 25 Designworkshops, die im Schuljahr 2018/19 stattfinden werden.

Die historisch bedeutsamen Grundlagen der Bauhaus-Bewegung haben auch heute für Design und Architektur nicht an Aktualität verloren. Ziel der Workshops ist es, den lebendigen Geist der Bauhaus-Bewegung mit ihrem Enthusiasmus und ihrer Macher-Mentalität ein Jahrhundert später neu zu interpretieren.

So fand vom 24. bis 28. September in der Gemeinschaftsschule „Albert-Einstein“ in Sömmerda (Thüringen) die erste Werkstatt für Gestaltung statt: Angeleitet von der Designerin Anna Schrödter, die selbst an der Weimaraner Bauhaus-Universität studierte, widmeten sich 18 Schülerinnen und Schüler in einer kreativen Projektwoche den elementaren Wissens- und Gestaltungsthemen der Bauhaus-Bewegung, um diese auf aktuelle Herausforderungen ihrer Umwelt zu übertragen.
Im anschließenden Praxisteil des Workshops beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema ME/WE: Im Team diskutierten und erarbeiteten sie kreative Lösungen für Brennpunkte oder Konfliktthemen ihres Alltags: Wie kann Gestaltung die Gesellschaft verändern? Die Integration vielfältiger Ansätze, unterschiedliche Denkweisen und Haltungen bestimmt den offenen Workshopverlauf. Ebenso wichtig wie seine Ergebnisse in Form selbstgestalteter Produkte sind die Lösungswege und Prozesse, die das Team gemeinsam durchläuft.

Zahlreiche Bewerbungen spiegeln Bauhaus-Begeisterung an Schulen
Um Schüler zum Thema Bauhaus und Design aktuell zu fördern, haben die Kooperationspartner Stiftung Deutsches Design Museum und SV SparkassenVersicherung zahlreiche Bildungseinrichtungen in Thüringen, Hessen, Baden-Württemberg und Teilen von Rheinland-Pfalz zu einer Bewerbung um die Tagesworkshops oder Projektwochen eingeladen – mit überwältigendem Erfolg. „Wir freuen uns, dass das Bauhaus und sein kulturelles Erbe für die Gestaltung von Umwelt und Zukunft Pädagogen und Lernende überall fasziniert“, berichtet Julia Kostial, Geschäftsführerin der Stiftung Deutsches Design Museum. Entdecke Design – Entdecke Bauhaus heißt es nun weiter bis Ende 2019.

Insgesamt 25 Workshops zu verschiedenen Schwerpunktthemen werden in Grund-, Real- und Gemeinschaftsschulen, Gymnasien oder in Jugendpflege-Einrichtungen realisiert.

Fortlaufende Informationen: www.deutschesdesignmuseum.de

Foto: Nico Pudimat / Text: Stiftung Deutsches Design Museum

Kultur Stipendien

Thüringer Landesstipendiaten für Bildende Kunst 2017

StipVisite

Galerie Waidspeicher, Erfurt
18. März bis 13. Mai 2018

Eröffnung: Samstag, 17. März, 19:00 Uhr

Die Arbeitsstipendien für Bildende Kunst 2017 gingen an Adam Noack und Sebastian Jung. Ihre Arbeitsergebnisse aus dem letzten Jahr sind seit 18. März in der Galerie Waidspeicher in Erfurt zu sehen.

Adam Noack. querfeldein. Gemalte Landschaften
Sebastian Jung. Das Märchen von der Goldenen Stadt

Adam Noacks zumeist figurative Malerei überzeugt durch ihren kraftvoll expressiven Gestus und ihre Konzentration auf das Ureigene des Mediums – den Umgang mit Farbe und Pinsel. Wild und selbstbewusst tritt sie dem Betrachter in einer fast haptisch wahrnehmbaren Lebendigkeit entgegen. Sein Interesse gilt dem Unspektakulären unserer Alltagswelt: Büros, Tankstellen, Lauben, urbane Landschaften. Die freie Natur und Versatzstücke des Landlebens werden zu bildwürdigen Motiven. Oft sind diese eingebettet in eine nicht verortenbare räumliche Situation und damit herausgelöst aus einem erklärenden Kontext.
In kurzer Zeit hat sein Werk positive Veränderungen durchlaufen: Der Absolvent der Bauhaus-Universität hat seine Technik kontinuierlich weiterentwickelt, er spielt gekonnt mit Perspektiven, hat ein sicheres Gefühl für Verdichtung und Leerräume. Er bricht spannungsvoll die reine Figürlichkeit durch den gezielten Einsatz einiger weniger abstrakter Elemente auf. Und er hat in diesem Prozess zu einer eigenen Bildsprache und einem wiedererkennbaren Duktus gefunden.
In der Ausstellung querfeldein zeigt er eine Reihe an Landschaften, die 2016 und 2017 auf seinen einwöchigen Wanderungen im ländlichen Raum von Thüringen und Sachsen fern der Großstädte entstanden sind.
(Auszug aus der Jurybegründung 2017)

www.adamnoack.de

Sebastian Jung betitelte sein Projektvorhaben mit einer paradiesischen Vorhersehung, die in der Ausstellung Das Märchen von der Goldenen Stadt mittels zahlreicher Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle als Kabinettausstellung zusammengefasst wird.
Sebastian Jung, geboren 1987 in Jena, ist ein Künstler, der sich dem Wahnsinn und Alltag einer Stadt zeichnerisch und fotografisch Tag für Tag nähert. Bereits in früheren Arbeiten widmete er sich der intensiven künstlerischen Auseinandersetzung seiner Geburtsstadt, zeichnet, illustriert und poetisiert mit Nachdruck die vermeintlich verborgene Schönheit von Jena und dem Supermarkt Globus. Des Weiteren zeichnet und fotografiert er auf Erotikmessen. Überraschende und unbemerkte Situationen untersucht Jung in einer künstlerischen Spurensuche. Der Künstler hat sich einer zeichnerischen "Meditation“ und medialen "Invasion" verschrieben, um ganz konkret die Ängste einer Gesellschaft aus anderen Perspektive wahrnehmen zu können und um damit die Möglichkeit zu öffnen, Gewohnheiten des eigenen Blicks auszutesten und diese eventuell zu brechen.

Sebastian Jung, Absolvent der Bauhaus-Universität Weimar überzeugt in seinem Werk, das Zeichnung, Installation, Text, Fotografie und Objekt einbezieht, durch eine erzählerische Gabe, die im Bild manchmal fast kindlich scheint, doch nie naiv wirkt. Die vage Strichführung, die durch seine Zeichnungen lenkt, ist hier und dort nur angedeutet und doch bewusst gesetzt. Das künstlerische Narrativ ist geprägt von der eigenen Erinnerung, einer konzentrierten Beobachtung, die eine augenblickliche Wahrheit offenbart und sich mit sympathischem Witz nicht immer allzu ernst nimmt.
(Auszug aus der Jurybegründung 2017)

www.jungjungjung.com

Seit 2003 lobt die Thüringer Staatskanzlei in Kooperation mit der SV SparkassenVersicherung Arbeitsstipendien für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Thüringen aus.
Ziel dieser Künstlerförderung, die 1997 vom Freistaat Thüringen ins Leben gerufen wurde, ist die Unterstützung der künstlerischen Weiterentwicklung der in Thüringen lebenden Künstlerinnen und Künstler. Durch den interessanten, vielschichtigen Austausch entstehen nicht nur eine enge Partnerschaft und ein produktiver Diskurs zwischen den Kunstschaffenden, dem Freistaat und der Wirtschaft, sondern vor allem Arbeiten in einer künstlerischen Qualität, die sich auf nationaler Ebene behaupten und etablieren können.
Seit Bestehen des Förderprogrammes erhielten mehr als 80 Künstlerinnen und Künstler ein solches Arbeitsstipendium. Im Laufe eines Jahres können noch nicht realisierte Projekte umgesetzt, neue Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet und experimentelle Ideen zur Weiterentwicklung des eigenen Werkes verwirklicht werden.
Präsentiert werden diese Arbeitsergebnisse in den Ausstellungen "StipVisite“: ab 2002 in den Mühlhäuser Museen, 2006 im Thüringer Landtag, von 2011 bis 2014 im Neuen Museum Weimar und jüngst in den Museen der Stadt Erfurt.

Die beiden diesjährigen Arbeitsstipendien für Bildende Kunst in Thüringen haben die Künstler Marcel Krummrich und Sven Schmidt erhalten.

Abb. links: Adam Noack, Auf Wanderung in Richtung..., Acryl auf Leinwand, 2017, 130x160cm
Abb. rechts: Sebastian Jung, Einkaufszentrum, 2017, Bleistift auf Papier,  je 21 x 14,8 cm

Informationen zur Ausstellung

Adam Noack
Sebastian Jung

Kunstmuseen der Stadt Erfurt
Galerie Waidspeicher im Kulturhof zum Güldenen Krönbacken
Michaelisstraße 10, 99084 Erfurt

Tel.: 0361 655 1960
Mail: galeriewaidspeicher@erfurt.de

www.galerie-waidspeicher.de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag, Feiertag 11:00 - 18:00 Uhr

Caligari Preisverleihung 2018

Verleihung
des 20. Caligari-Förderpreises 2018


vom Förderverein der Filmakademie
Baden-Württemberg

Auch in diesem Jahr förderte die SV SparkassenVersicherung Absolventen der renommierten Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg mit einem der Caligari-Stifterpreise in Höhe von 5.000 Euro.

Zum 20. Mal wurde am 27. Februar 2018 die Caligari-Preisverleihung verliehen.
Unternehmen und Firmen aus der Region vergaben die Stifterpreise an studentische Filmprojekte in den Kategorien szenischer Film, Dokumentarfilm, Werbung, Serie, Animation und Fernsehjournalismus.

Die Besonderheit der Preisvergabe besteht in der Förderung von Projekten, die im Rahmen des 3. und 4. Studienjahres erstmals realisiert werden.

Der Stifterpreis der SV SparkassenVersicherung ging in der Kategorie Dokumentarfilm an das Projekt "EYE CANDY" von Mariana Schneider, Paul Nungesser, Manuel Sosnowski, Sirius Kestel, Maximilian Clouth und Ulrike Kaffei.

Die SV förderte den Caligari Stifterpreis zum vierten Mal. Zum Jubiläum wurden zehn studentische Filmprojekte der Filmakademie Baden-Württemberg mit der begehrten Caligari-Trophäe und damit verbunden mit einer finanziellen Förderung von jeweils 5.000 Euro ausgezeichnet.
Damit unterstützt der Förderverein der Filmakademie junge Filmemacher, ihre experimentelle Ideen und Geschichten bei knappen Produktionsbudgets in einen Film umzusetzen.

Foto: SV Vorstandsmitglied Roland Oppermann mit den Preisträgern von EYE CANDY, Foto: Christian Neuberger

www.filmakademie.de/de/ueberuns/foerderverein/caligari/preisverleihung-2018

Baden-Württembergische Künstlermesse in Stuttgart

7. Baden-Württembergische Künstlermesse in Stuttgart

Der Kunstpreis der SV SparkassenVersicherung geht an

Jörn Kausch

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Jörn Kausch und der Baden-Württembergischen Künstlermesse finden Sie auf den jeweiligen Homepages:

www.joernkausch.de

www.bbk-landesverband-bw.de

In Würdigung des künstlerischen Werks und dessen Präsentation auf der 7. Baden-Württembergischen Künstlermesse wurde Jörn Kausch am Samstag den 4. März mit dem Kunstpreis der SV SparkassenVersicherung ausgezeichnet.

Der Preisträger vertritt eine etablierte und tradierte künstlerische Position in Baden-Württemberg, die seit nahezu 30 Jahren konsequent weiter-entwickelt wird. Die Arbeiten sind sowohl freistehende Kunstwerke als auch Wandobjekte und Vasenformationen, die immer wieder unterschiedliche Wahrnehmungsmuster hervorrufen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die leichten Verschiebungen und Überschneidungen von Flächen, die durch ein sich wiederholendes, oftmals ovales, Muster unterbrochen sind. Dadurch wird Lebendigkeit und Leichtigkeit erfahrbar. Denn durch das Herumschreiten und Ablaufen der Arbeiten kann der Betrachter immer wieder neue Formationen und damit heterogene Wirkungen erfahren.

Die dunkle Farbigkeit der Objekte in Braun- und Grautönen lässt die Materialität beim ersten Betrachten zurücktreten und setzt die Form in den Vordergrund. Dabei wird das zugrunde liegende Holz und MDF als bevorzugtes Material erst bei der näheren Beschäftigung mit dem Objekt erfahrbar. Durch den sensiblen Umgang mit diesem Werkstoff schafft es der Bildhauer immer wieder, neue Lösungen zu entfalten.
Seit seinen Anfängen in Karlsruhe, als er noch figurativ arbeitete, bis zum heutigen Schaffen, sind verschiedene Werkgruppen entstanden, die zu den wichtigsten Ausdruckformen der Bildhauerei in Baden-Württemberg zählen. Darunter finden sich gesprengte und durchbrochene Würfel, Vasen-Objekte oder Wandreliefs und Kokons.

Abb.: v.l.n.r.: Jörn Kausch (Künstler), Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (Vorsitzender des Vorstands der SV)
Foto: © Dietmar Thiele-Zoll