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Lothar und Kyrill – ein Vergleich

 

Stürme und Sturmfelder

"Lothar" und "Kyrill" – ein Vergleich

Stuttgart, 18.12.2009: Die Orkane "Kyrill" und "Lothar" waren die schadenträchtigsten Stürme der letzten 20 Jahre in Deutschland. Die beiden Winterstürme waren aber denkbar unterschiedlich.

Mit einem versicherten Schaden von etwa 5,8 Milliarden Dollar war "Kyrill" der zweitteuerste Sturm in Europa nach dem Orkan "Lothar" mit über 6 Milliarden Dollar. "Kyrill" wütete im Vergleich zu "Lothar" zwar mit niedrigeren Spitzenwindgeschwindigkeiten, traf aber eine größere Fläche und dauerte länger – in einzelnen Gebieten sogar mehr als 24 Stunden. Dadurch verursachte er sehr viel mehr kleine und mittlere Schäden. Die Besonderheit von Kyrill war die lang anhaltende hohe Windgeschwindigkeit in weiten Teilen Europas. Der Grund hierfür ist sein ungewöhnlich breites Sturmfeld, das ganz Deutschland erfasste und in nahezu jeder Region Schäden verursachte.

Frühzeitige Unwetterwarnung

Im Gegensatz zum Orkan Lothar hatten die Wetterdienste mit ihren Vorhersagemodellen das Sturmtief schon über eine Woche im Voraus ziemlich präzise prognostiziert, so dass die Krisenstäbe und Zivilschutzkräfte frühzeitig entsprechende Vorsorgemaßnahmen einleiten und die Bevölkerung warnen konnten. Der Deutsche Wetterdienst gab für das gesamte Bundesgebiet Unwetterwarnungen heraus. Schulen wurden bereits am Vormittag geschlossen, etliche Geschäfte und Firmen schickten ihre Mitarbeiter früher nach Hause. Dies war in dieser Form bisher einzigartig in Deutschland.

Schadenbilanz "Kyrill" bei der SV

Die Schadenschwerpunkte im Geschäftsgebiet der SV lagen vor allem in Nordbaden, Nordwürttemberg und Nordhessen. Die Bilanz: 91.000 Sturmschäden mit einer Größenordnung von rund 90 Millionen Euro.

Über uns

Die SV beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Das Geschäftsgebiet umfasst Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teile von Rheinland-Pfalz. Rund 70 Prozent der Gebäudebesitzer im Geschäftsgebiet der SV haben einen Vertrag bei der SV. Damit sind rund 2,8 Millionen Gebäude bei der SV versichert. Die SV ist bundesweit der größte Gebäudeversicherer.

 

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