Sturmtief "Felix" |
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Sturmtief "Felix" verursacht Schäden in Millionenhöhe
Stuttgart, 02. Juni 2009: Am Abend des 26. Mai fegte Sturmtief "Felix" mit starken Sturmböen, Starkregen und Hagelschlag über Süddeutschland hinweg. Teilweise kam es zu starken Überschwemmungen. Fensterscheiben und Dachziegel gingen zu Bruch, so dass der nachfolgende Starkregen zahlreiche Gebäude überfluten konnte. Besonders stark betroffen waren Oberschwaben sowie die Bodenseeregion. Nach ersten vorläufigen Prognosen rechnet die SV SparkassenVersicherung (SV), der größte Gebäudeversicherer Deutschlands, mit rund 7.500 beschädigten Gebäuden. Die Sachschäden werden sich auf rund 15 Millionen Euro summieren. "Felix" setzt damit die Reihe schwerer Stürme der letzten Jahre fort – im Februar 2009 fegte "Quinten", 2008 "Emma" und im Januar 2007 "Kyrill" über Deutschland hinweg.
Was ist bei Sturm und Hagel versichert?
Ab Windstärke 8, das ist eine Windgeschwindigkeit von mindestens 62 km/h, herrscht nach den Versicherungsbedingungen Sturm. Dann kommen die Gebäude-, Hausrat- und Kfz-Kaskoversicherung für Schäden auf.
Bei Sturmschäden am Gebäude kommt die Gebäudeversicherung zum Zug – allerdings nur, wenn das Sturm- bzw. Hagelrisiko mitversichert ist. Bei den Versicherten der SV, dem Marktführer in der Gebäudeversicherung, ist dies in der Regel der Fall. Ein Blick vor allem in ältere Versicherungsbedingungen schadet daher nicht. Unangenehme Spuren kann ein Unwetter auch am Hausrat hinterlassen. Fest verschlossene Fenster können zu Bruch gehen und der eindringende Wind und Regen beschädigen Möbel oder Elektrogeräte. Für solche Schäden kommt die Hausratversicherung auf. Sie ersetzt auch sturmbedingte Folgeschäden an Einrichtungsgegenständen. Die Glasversicherung, häufig Bestandteil der Hausratversicherung, übernimmt grundsätzlich ohne Rücksicht auf die Schadenursache Bruchschäden an Fenster- und Türscheiben, einschließlich der Kosten für eine Notverglasung. Sie ist meist in Kombination mit der Hausrat- oder Gebäudeversicherung zu haben. Sturm- und Hagel-schäden am Auto sind durch die Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt.
Zunehmende Schadenzahlen durch Naturereignisse
Ein Blick in die Statistik der SV zeigt: Seit Beginn der 90er-Jahre ist ein Trend zu immer häufiger auftretenden und immer intensiveren Elementarschäden festzustellen. Bisheriger Höhepunkt war der Weihnachtsorkan Lothar, der 1999 rund 260.000 Gebäudeschäden in einer Gesamthöhe von rund 430 Mio. Euro hinterließ. Im Jahr 2005 verursachten Unwetter rund 56.000 Schäden in Höhe von insgesamt 95 Millionen Euro. 2006 verursachten Unwetter mehr als 44.000 Schäden mit einem Schadenaufwand von über 200 Millionen Euro, wovon allein rund 170 Millionen Euro auf das Sturm-/Hagelereignis in Villingen-Schwenningen sowie Trossingen entfielen. Der Orkan „Kyrill“ verursachte im Januar 2007 rund 91.000 Schäden mit einer Schadenhöhe von rund 90 Millionen Euro. Im März 2008 fegte das Orkantief Emma über Deutschland. Die SV verzeichnet Schäden an über 30.000 Gebäuden in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Der Wintersturm "Quinten" verursachte im Februar dieses Jahres Schäden an Gebäuden in Höhe von zehn Millionen Euro. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig der Einschluss von Elementargefahren in den Versicherungsschutz ist.
Unwetterschäden sind versicherbar
Als Marktführer in der Gebäudeversicherung bietet die SV seit 1960 in ihrem Geschäftsgebiet Baden-Württemberg standardmäßig einen in seiner Flächendeckung bundesweit einzigartig umfassenden Versicherungsschutz vor Elementargefahren. Hierzu zählen unter anderem Sturm, Hagel, Überspannung durch Blitz, Überschwemmung nach Starkregen oder Hochwasser, Erdbeben, Erdrutsch, Lawinen und Schneedruck. Damit haben die Kunden der SV SparkassenVersicherung nahezu einen Komplettschutz vor den finanziellen Folgen von Naturgewalten, wie er in den anderen Bundesländern nicht besteht. Im Geschäftsgebiet Hessen und Teilen von Rhein-land-Pfalz war im Rahmen der Monopolversicherung nur die Feuerversicherung Pflicht. Sturm und Hagel waren aber versicherbar. Seit 2002 bietet die SV im Geschäftsgebiet Hessen und Thüringen auch die umfassende Elementarschadenversicherung an. Die SV besitzt damit ein großes Know-how in der Schadenregulierung von großen Naturkatastrophen. Um eine schnelle Schadenregulierung gewährleisten zu können, basieren alle nach einem Elementarschaden einzuleitenden Maßnahmen auf einem Aktionsplan zur Abwicklung von Massenelementarschäden.
Mehr Sicherheit bei Sturm, Gewitter oder Hagel
Für ihre Kunden hat die SV im Jahr 2004 das Unwetterwarnsystem „Wind & Wetter“ eingeführt. Insbesondere Hausbesitzer und Kraftfahrzeughalter profitieren von dem Service, der das vom Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) unter dem Namen „Weather Information on Demand“ (WIND) entwickelte System, nutzt. Die Daten für das Unwetter-System werden von meteomedia GmbH zur Verfügung gestellt. Die Kunden erhalten eine Unwetterwarnung wahlweise per SMS auf ihr Handy oder eine E-Mail und werden so in die Lage versetzt, rechtzeitig zu reagieren: Fenster zu schließen, Markisen einzurollen oder das Auto in die Garage zu fahren. Damit beschreitet die SV einen neuen Weg in der Schadenverhütung.
Über uns
Die SV beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Das Geschäftsgebiet umfasst Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teile von Rheinland-Pfalz. Rund 70 Prozent der Gebäudebesitzer im Geschäftsgebiet der SV haben einen Vertrag bei der SV. Damit sind rund 2,8 Millionen Gebäude bei der SV versichert. Die SV ist bundesweit der größte Gebäudeversicherer.