Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge |
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10 Jahre Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge
Stuttgart, 19. Juni 2008: Die Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge der SV SparkassenVersicherung (SV) ist zehn Jahre alt. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und aus der Versicherungsbranche feiert die Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge am 20. Juni ihr Jubiläum im Rahmen einer Veranstaltung mit Festvorträgen und Workshops in der Stuttgarter Reithalle und in der Konzernzentrale der SV.
Die Fest- und Fachvorträge beschäftigen sich mit der Gründung sowie mit den aktuellen Themenstellungen der Stiftung, mit den Naturkatastrophen und dem Klimawandel in Mitteleuropa und informieren über die Möglichkeiten von Wettervorhersagen. Die Talkrunde steht unter dem Leitthema: Risiko, Wissenschaft, Versicherung. Im Anschluss werden in vier Workshops über die Themen Extremwetterereignisse, atmosphärische Risiken, Kommunikation bei Naturgefahren sowie über Wettererscheinungen diskutiert sowie Ergebnisse entwickelt.
Gründung der Stiftung
Die starke Zunahme von Gebäudeschäden durch Sturm, Hagel und Überschwemmungen in
den 90er-Jahren, sah die Gebäudeversicherung Baden-Württemberg AG (heute SV) als deutliches
Warnsignal der Natur. Sie gründete als Beitrag zur Schadenprävention im Juni 1998 die
„Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge". Damit dehnte die SV ihre Aktivitäten zur
Schadenvorsorge auch auf den Bereich der Elementarrisiken aus. Denn bisher hatte sich das
Unternehmen nahezu ausschließlich im Brandschutz engagiert. Ergänzend zur eher kurzfristig
wirkenden Vorsorge wie Brandschutzmaßnahmen oder Empfehlungen für Hauseigentümer zum
Überschwemmungsschutz soll die Stiftung grundsätzlich neue Ansätze in der Schadenvorsorge sowie in
der Klima- und Umweltforschung liefern. Thematische Schwerpunkte der Förderung durch die Stiftung
sind insbesondere die Bereiche Meteorologie, Seismologie, Bauingenieurwesen (Erde, Wasser, Luft,
Bemessung), Bodenmorphologie und Konzepte gegen klimatisch bedingte Umweltschäden. Dabei stehen die
Analyse der Schadenursachen und die Schadenprävention und Begrenzung im Vordergrund. Anlässlich
ihres damaligen 240-jährigen Jubiläums stiftete die SV über zwei Millionen Euro für die
Gründung.
Stiftungspreise und Symposien
In den Jahren 2000 bis 2005 vergab die Stiftung alle zwei Jahre im Rahmen eines Wettbewerbs
den Stiftungspreis für wissenschaftliche Arbeiten. Im Jahr 2000 wurde erstmals der Förderpreis zum
Thema „Risiko Hochwasser: Vorsorge, Vermeidung, Nachsorge“ vergeben. Im Jahr 2002
wurden Arbeiten zum Thema „Risiko Sturm: Vorsorge, Vermeidung, Nachsorge“
ausgezeichnet. Der Wettbewerb für den Förderpreis 2004 befasste sich mit dem Thema
„Naturgefahren: Prävention und Kommunikation“. Vor zwei Jahren ging der Stiftungspreis
an wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Frühwarnung und Krisenkommunikation“. Seit
2005 veranstaltet die Stiftung alle zwei Jahre Symposien. Das erste Symposium beschäftigte sich mit
dem Thema „Frühwarnung und Kommunikation“. Im März 2007 fand ein Symposium zum Thema
"Extremwetter: Vorhersage und Schadenvorbeugung" statt. Das nächste Symposium ist bereits geplant.
Im März 2009 steht bei der dritten Veranstaltung dieser Art das Thema „Klimawandel und
Städtebau“ auf der Tagesordnung.
Aktuelles Programm
Das aktuelle Förderprogramm für 2007 und 2008 beschäftigt sich mit dem Thema
„Prävention und Vorhersage von Elementarschäden durch Stürme, Hagel und Hochwasser“. Im
Vordergrund stehen dabei die Verbesserung der Vorhersagemethoden von Hagel und Sturm, eine
verbesserte Kenntnis der regionalen Verteilung dieser Ereignisse und die Ausarbeitung von
Kommunikations- oder anderen präventiven Maßnahmen, um mögli-che Schäden zu verringern. Dafür
initiierte die Stiftung mit den Universitäten Stuttgart und Karlsruhe das Graduiertenkolleg "Umwelt
und Schadenvorsorge". Dieses Kolleg soll sich der noch wenig erforschten Probleme bei der
Vorhersage und Prävention von Elementarschäden annehmen. Im Rahmen des Graduiertenkollegs vergibt
die Stiftung in einem Wettbewerb Doktorandenstipendien. Neben diesen Aktivitäten werden die
Arbeiten von Studenten und Nachwuchswissenschaftlern prämiert, einzelne Forschungsvorhaben
unterstützt sowie Stipendien für besondere Forschungszwecke an junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler vergeben.
Über die SV
Die SV beschäftigt rund 5.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und
Außendienst. Das Geschäftsgebiet umfasst Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teile von
Rheinland-Pfalz. Rund 70 Prozent der Gebäudebesitzer im Geschäftsgebiet der SV haben einen Vertrag
bei der SV. Damit sind rund 2,8 Millionen Gebäude bei der SV versi-chert. Die SV ist bundesweit der
größte Gebäudeversicherer.
Gremien der Stiftung
Dem Vorstand der Stiftung gehören Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (Vorsitzender der
Stiftung und Vorstandsvorsitzender der SV) und Dr. Klaus Zehner (Vorstand Schaden-Unfall der SV)
an. Die Geschäftsführung übernahm 2004 Agnes Lampke, Verwaltungsleiterin im
Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart.
Kuratorium der Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge
Prof. Dr. Dr. h. c. Ortwin Renn (Vorsitzender), Institut für Sozialwissenschaften,
Universität Stuttgart
Prof. Dr. Rüdiger Hauser (stv. Vorsitzender) Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Rhein
Neckar Nord
Direktor Wilfried Franz, Vorsitzender des Vorstands der Stadtsparkasse Schwalmstadt
Direktor Albert Häberle, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Waiblingen
Prof. Dr. Johann Jessen, Städtebau-Institut, Universität Stuttgart
Prof. Dr. Christoph Kottmaier, Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Universität
Karlsruhe
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Franz Nestmann, Institut für Wasser- und Gewässerentwicklung,
Universität Karlsruhe
Prof. Dr. Michael Resch, Höchstleistungsrechenzentrum, Universität Stuttgart
Kontakt
Stiftung Umwelt und Schadenvorsorge der
SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung Stuttgart
c/o HLRS
Nobelstraße 19
70569 Stuttgart
Telefon: 0700 78869358
E-Mail: buero@stiftung-schadenvorsorge.de
www.stiftung-schadenvorsorge.de