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250 Jahre Badische Gebäudeversicherungsanstalt
Karlsruhe, 25.09.2008: Die SV SparkassenVersicherung (SV) feiert Jubiläum: Ihre älteste Wurzel, die badische Gebäudeversicherungsanstalt, wird 250 Jahre alt. Gegründet am 25. September 1758 als "Brand-Assecurations-Societät", besteht sie heute nicht mehr als eigenständiges Unternehmen. Sie ist eine von neun Wurzeln der SV Gebäudeversicherung, und von insgesamt zwölf Wurzeln, die im Gesamtkonzern der SV aufge-gangen sind. Am 26. September begeht die SV dieses Jubiläum mit einem Festakt im Kongresshaus in Heidelberg. Festredner werden Ministerpräsi-dent Günther H. Oettinger, sowie die Sparkassenverbandspräsidenten Peter Schneider (Baden-Württemberg) und Gregor Böhmer (Hessen-Thüringen) sein.
Die Gründung 1758
Die Selbstverständlichkeit, mit der wir heute die hohen materiellen Werte des Wohneigentums
versichern, gab es im 18. Jahrhundert noch nicht. In einer Zeit, in der noch vielfach mit Holz und
Stroh gebaut wurde, in der offene Feuerstellen in den Wohngebäuden Standard waren, war die
Feuergefahr deutlich höher als heute. Wessen Haus von einem Brand getroffen wurde, der verlor seine
Existenz. 1746 übernahm Markgraf Carl Friedrich von Baden die Regentschaft in Karlsruhe. Damit kam
in Baden-Durlach ein Fürst an die Macht, der sich den Prinzipien des aufgeklärten Absolutismus
verschrieben hatte und die allgemeine Daseinsfürsorge ins Zentrum seiner Politik rückte. Am 25.
September 1758 erließ er die "Marggrävlich Baden-Durlachische Brand-Versicherungs-Ordnung", mit der
er eine „Brandversicherungs-Societät“ ins Leben rief. Die Brandkasse wurde von der
Bevölkerung von Anfang an gut angenommen. Die Marggrävlich Baden-Durlachische
Brand-Versicherungs-Societät war die erste Einrichtung dieser Art in Südwestdeutschland.
Von Feuer zu Elementar
Mehr als 150 Jahre lang blieb die Gebäudeversicherung in Baden eine reine Feuerversicherung.
Dann rückte das Thema der Elementarschäden zunehmend in den Fokus. Elementarereignisse galten lange
Zeit als nicht versicherbar, weil nicht kalkulierbar. Die Entscheidung für die umfassende
Elementarschadenversicherung als Pflichtversicherung in ganz Baden-Württemberg war letztlich
Ausdruck des politischen Willens des Landtags, der sich 1960 explizit für den Schutz der Bürger
entschied. Dies führte zum "Baden-Württembergischen Gesetz über die Versicherung der Gebäude gegen
Unwetter- und andere Elementarschäden". Damit gab es erstmals in der Bundesrepublik Deutschland
eine Pflichtversicherung gegen ein ganzes Bündel von Elementargefahren, nämlich Sturm, Hagel,
Hochwasser, Überschwemmung, Schneedruck, Erdfall, Erdrutsch, Bergsturz und Lawinen. Das Risiko
Erdbeben wurde 1971 ebenfalls eingeschlossen. Bis heute sind die Bundesbürger je nach Wohnort sehr
unterschiedlich gegen Elementargefahren abgesichert – und nur in den Ländern, in denen es die
umfassende Elementarschadenversicherung flächendeckend als Pflichtversicherung gab, ist die
Abdeckung auch derzeit hoch. Die Versicherung von Elementarschäden bleibt ein sehr aktuelles Thema,
steigen die Schadenzahlen aufgrund des Klimawandels doch deutlich an.
Die SV heute
Die SV SparkassenVersicherung bietet heute in ihrem Geschäftsgebiet 20 Millionen Menschen ein
komplettes Angebot an Schaden/Unfall- und Lebensversicherungen an. Sie liegt auf Platz 12 der
größten Schadenversicherer bundesweit und auf Platz 14 bei den Lebensversicherern. In der
Gebäudeversicherung liegt die SV auf Platz eins bundesweit. Die SV ist ein modernes Unternehmen
– mit einer zeitgemäßen Datenverarbeitung, optimierten Prozessen, modernen Arbeitsplätzen in
den Regionen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz. Sie hat sich
weit ausgedehnt, seit der Gründung der Badischen Gebäudeversicherungsanstalt im kleinen
Baden-Durlach. Baden-Durlach war Anfang des 18. Jahrhunderts ein Klein-staat, von rund 1.625 km2,
die Einwohnerzahl lag bei rund 90.000.