Neugeschäft kräftig gesteigert
- Beitragszuwächse in der Wohngebäudeversicherung
- Schadenaufwand gestiegen
- Riesterrenten und Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag gefragt
Stuttgart, 25. Januar 2007. Einen kräftigen Zuwachs im Neugeschäft erzielte die SV
SparkassenVersicherung (SV) im Geschäftsjahr 2006. Die Beiträge aus dem Neugeschäft mit Schaden-
und Unfallversicherungen konnte die SV um 7 Prozent steigern. Die Beiträge aus dem Neugeschäft mit
Lebensversicherungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent.
Wegen hoher Abläufe in der Lebensversicherung blieben die gebuchten Bruttobeiträge im
Gesamtgeschäft dennoch auf dem Vorjahresniveau bei knapp 2,7 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen
der SV stiegen um 2,7 Prozent auf 18,55 Milliarden Euro. Insgesamt sind wir zufrieden, insbesondere
mit der starken Vertriebsleistung im Geschäft mit Lebensversicherungen zum Jahresende hin, sagte
Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, der Vorstandsvorsitzende der SV. In den Schaden- und
Unfallversicherungen summierten sich die Beitragseinnahmen der SV auf 1,119 Milliarden Euro, was
dem Vorjahreswert entspricht.
Die SV schneidet damit besser ab als der Durchschnitt der Versicherungsbranche, die in den
Kompositsparten mit einem Minus von 1,4 Prozent rechnet. Zuwächse erzielte die SV erneut in den
gewerblichen und besonders in den privaten Sachversicherungen. In der größten Sparte, der
verbundenen Wohngebäudeversicherung, stiegen die Beiträge um 3,6 Prozent, womit die SV ihre
Position als Nummer 1 der deutschen Gebäudeversicherer weiter festigt.
Neutralisiert wurden diese positiven Entwicklungen durch die wettbewerbsbedingten
Beitragsabsenkungen insbesondere in den Kraftfahrtversicherungen hier sanken trotz guten
Neugeschäftes die Beitragseinnahmen um 5,9 Prozent auf 211 Millionen Euro und in den industriellen
Sachversicherungen, in denen die Beitragseinnahmen um 5,1 Prozent auf rund 170 Millionen Euro
zurückgingen.
Die Bruttoschadenaufwendungen stiegen nach vorläufigen Zahlen um 10,3 Prozent auf 871 Millionen
Euro. Die Bruttoschadenquote stieg auf 78,7 Prozent (Vorjahr 70,8). Allein ein Unwetter Ende Juni
2006, in einigen Kreisen des Schwarzwaldes, verursachte 13.500 Schäden mit einem Schadenaufwand von
mehr als 160 Millionen Euro.
In den Lebensversicherungen lagen die Beitragseinnahmen mit 1,572 Milliarden Euro etwa 0,5
Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des guten Neugeschäfts konnten die Abgänge durch auslaufende
Verträge nicht vollständig kompensiert werden. Die Veränderung des Nachfrageverhaltens der Kunden
zeigte sich in der Verschiebung von Verträgen mit laufenden Beiträgen hin zu Verträgen gegen
Einmalbeiträge: diese erhöhten sich um 40 Prozent auf 238 Millionen Euro.
Ein deutlich höheres Neugeschäft konnte die SV bei den Riesterverträgen (SV Prämienrente)
erzielen: die Zahl der vermittelten Verträge stieg von knapp 12.000 im Vorjahr auf rund 47.000 im
Geschäftsjahr 2006. Auch in speziellen Vorsorgeprodukten verzeichnete die SV eine höhere Nachfrage.
Die Berufsstarterrente, Ausbildungsversicherung und Sterbegeldversicherung erwiesen sich als
Verkaufserfolg. Die Stornoquote bei Lebensversicherungen liegt mit rund 4 Prozent auf
Vorjahresniveau und damit wie in den Jahren zuvor deutlich unter dem Marktdurchschnitt von
voraussichtlich 5 Prozent.
Zum 31.12.2006 beschäftigte die SV 2.871 Mitarbeiter im Innendienst (Vollzeitstellen; davon 126 mit befristeten Verträgen) und 1.871 im Außendienst. Im Vorjahr waren es im Innendienst 3.013 und im Außendienst 1.866 Vollzeitstellen.