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Archiv 2006

 

Im Geschäft mit Privatkunden behauptet

 

Mit einem leichten Beitragsrückgang schloss die SV SparkassenVersicherung (SV) das Geschäftsjahr 2005 ab. Nach vorläufigen Zahlen sanken die Bruttobeitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 0,8 Prozent auf 2,70 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen stiegen um 4,6 Prozent auf 18,05 Milliarden Euro. Der Vorstandsvorsitzende der SV, Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, bewertete das Geschäftsjahr 2005 als zufrieden stellend. "Die Geschäftsergebnisse liegen im Rahmen unserer Planungen.

2005 stand im Zeichen der Fusion. Schwerpunkte des Jahres waren deshalb die Einführung neuer Strukturen und neuer Technik. Wir haben mit dem Umbau des Konzerns, mit der Einführung des neuen KundenServiceRessorts, mit neuen IT-Anwendungen und mit vereinheitlichten Produkten die Grundlagen für deutlich verbesserte Serviceleistungen geschaffen." Erfreuliches Neugeschäft mit Riester-Renten Die SV Lebensversicherung erzielte ein leichtes Beitragsplus von 0,4 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro.

Allerdings brach wie erwartet das Neugeschäft im Vergleich zu dem hervorragenden Vorjahresergebnis ein, eine Folge der Zurückhaltung der Verbraucher angesichts der veränderten steuerlichen Situation nach dem Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes. Nur noch 118.000 Verträge wurden vermittelt, mehr als 50 Prozent weniger als im Vorjahr (247.000). Erfreulich entwickelte sich das Neugeschäft mit den Riester-Renten. Die Zahl der verkauften Verträge stieg um 160 Prozent auf rund 12.000.

Allein im Dezember wurden mehr Verträge vermittelt als im gesamten Vorjahr (4.600). Die Stornoquote bei Lebensversicherungen sank auf 3,9 Prozent (Vorjahr 4,1) und liegt damit erneut deutlich unter dem Marktdurchschnitt (5,3). Beitragszuwächse in den Sparten für Privatkundengruppen In den Schaden- und Unfallversicherungen gingen die Beitragseinnahmen der SV Gebäudeversicherung um 2,4 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro zurück.

Ursache dafür ist im Wesentlichen der Abrieb in den Sparten der Kraftfahrt- (minus 5,6 Prozent) und der industriellen Sachversicherungen (minus 10,6 Prozent), der mit einer selektiven, ertragsorientierten Annahmepolitik bewusst in Kauf genommen wurde. Zulegen konnte die SV dagegen in den Wohngebäude- (plus 0,8 Prozent), in den Hausrat- (plus 2,5 Prozent) und in den Haftpflichtversicherungen (plus 4,7 Prozent). "Diese Entwicklung entspricht der strategischen Neuausrichtung der SV", erklärte Wolff von der Sahl. "Wir konzentrieren uns auf die Hausbesitzer und auf die Kunden der Sparkassen. In diesen für uns entscheidenden Privatkundengruppen haben wir uns in einem harten Wettbewerb behauptet".

Schadenbelastung durch Unwetter Die Bruttoschadenaufwendungen stiegen nach vorläufigen Zahlen um 2,0 Prozent auf 772 Millionen Euro. Die Bruttoschadenquote wird voraussichtlich um drei Prozent auf 69 Prozent steigen. Stark belastet haben die SV Gebäudeversicherung erneut Elementarschäden durch Sturm, Hagel, Starkregen, Überschwemmungen und Hochwasser. Allein die sieben stärksten Unwetter verursachten mehr als 33.000 Gebäudeschäden mit einem Schadenaufwand von rund 67 Millionen Euro.

Der Gesamtaufwand für alle Elementarschäden an Gebäuden und Kfz lag bei 95 Millionen Euro. Krankenversicherung entwickelt sich gut Das private Krankenversicherungsgeschäft, das die SV gemeinsam mit ihrem Verbundpartner, der UKV - Union Krankenversicherung in Saarbrücken, betreibt, hat sich 2005 gut entwickelt. Der Bestand erhöhte sich um 5,8 Prozent. Die Anzahl der versicherten Personen stieg damit zum Jahresende 2005 um 13,7 Prozent auf rund 200.000 Personen. Zum 31.12.2005 beschäftigte die SV 3.013 Mitarbeiter im Innendienst (Vollzeitstellen; davon 158 mit befristeten Verträgen) und 1.900 im Außendienst. Im Vorjahr waren es im Innendienst 3.119 und im Außendienst 1.920 Vollzeitstellen.

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