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Wetterextreme

 

 

Naturkatastrophen werden immer stärker und teurer — ein weiter ansteigender Trend?

Der Zahlenvergleich belegt die Zunahme großer Naturkatastrophen in Deutschland seit den siebziger Jahren. Dies gilt sowohl für die Häufigkeit bzw. Anzahl einzelner Ereignisse als auch das Ausmaß der Schäden. Stürme nehmen dabei den Spitzenplatz ein. Sie hinterließen die höchsten volkswirtschaftlichen Schäden und forderten auch die meisten Todesopfer. Auf Platz zwei und drei dieser Bilanz rangieren Überschwemmungen bzw. sonstige Wetterextreme wie beispielsweise Schneedruck, Lawinen und Erdbeben.

 

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Ein Blick auf weltweite Naturkatastrophen im Jahr 2009 zeigt, dass es vor allem in Europa viele bedeutende Naturkatastrophen gab.

 

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Um die Folgen des anhaltenden Trends zu immer größeren und stärkeren Naturereignissen abzuschwächen, sind weltweit zahlreiche Maßnahmen erforderlich. Die Politik und jeder einzelne Bürger sind gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Die beste materielle Vorsorge, die jeder Einzelne treffen kann, ist ein umfassender Versicherungsschutz. Ein Blick auf die Schadenbilanz der letzten Jahrzehnte der SV SparkassenVersicherung (SV) zeigt deutlich, welche finanziellen Folgen Naturereignisse haben können.


Chronik der bedeutendsten Naturereignisse der SV (in heutigen Preisen)

9. Juni 2010: Unwetter mit Sturm, Hagel und Überschwemmung führten in den Landkreisen Mannheim, Karlsruhe und Tübingen zu etwa 2.000 Schäden in Höhe von momentan 4 Millionen Euro (Stand: 1. August 2010).

28. Februar 2010: Sturmtief "Xynthia" fegte mit Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 150 Stundenkilometern über Südwesteuropa und Deutschland hinweg und richtete Schäden in Millionenhöhe an. Besonders stark betroffen waren Süd- und Mittelhessen aber auch Nordhessen, der Westerwald, der Nord-Schwarzwald sowie Nord- und Mittelbaden. 40.000 Gebäudeschäden mit einem Schadenvolumen von 45 Millionen Euro sind die erwartete Bilanz.

Winter 2009/2010: Extreme Frostperiode in ganz Deutschland führte zu vermehrten Leitungswasser- und Rohrbruchschäden.

3. Juli 2009: Überschwemmungen richteten im Großraum Stuttgart, Main Tauber Kreis, Kreis Calw, Kreis Breisgau/Hochschwarzwald und Freiburg große Schäden an. Die Schadenbilanz: 2.500 beschädigte Gebäuden mit einer Schadensumme von rund 10 Millionen Euro.

26. Mai 2009: Sturmtief Felix verursachte in Oberschwaben und in der Bodenseeregion Schäden in Höhe von 28,5 Millionen Euro. Rund 12.000 Gebäude wurden beschädigt.

9. und 10. Februar 2009: Der Wintersturm "Quinten" fegte über Baden-Württemberg hinweg und führte bei über 9.000 Gebäuden zu einer Schadenhöhe von etwa neun Millionen Euro. Besonders stark betroffen war der Südschwarzwald.

29. Mai bis 2. Juni 2008: Mehrere starke Gewitterfronten zogen über das gesamte Geschäftsgebiet der SV hinweg. Sie brachten vor allem in Baden-Württemberg und Hessen Unwetter mit Hagelschlag und Starkregen. Besonders stark betroffen waren die Bereiche Süd- und Nordbaden, die Region um Stuttgart, der Zollernalbkreis sowie in Hessen die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Main-Kinzig. Im Zollernalbkreis wurden durch das Unwetter im Killertal rund 850 Gebäudeschäden verursacht, darunter 150 Objekte von Gewerbe- oder Kommunalkunden. Größter Schaden war die Kläranlage in Hechingen mit rund 1 Million Euro. Der gesamte Schadenaufwand im Zollernalbkreis liegt bei gut 13 Millionen Euro. Die Bilanz zwei Monate nach den schweren Unwettern: Insgesamt wurden über 30.000 Gebäudeschäden gemeldet, der gesamte Schadenaufwand liegt bei 85 Millionen Euro.

29. Februar 2008: Orkan Emma hinterließ im gesamten Geschäftsgebiet der SV Schäden an über 26.000 Gebäuden in einer Höhe von 30 Millionen Euro.

17. Januar 2007: Orkantief Kyrill wütete über Europa bis nach Polen, Tschechien und Österreich. Die Schadenschwerpunkte bei der SV lagen in Nordbaden, Nordwürttemberg und Nordhessen. Die Bilanz: 91.000 Sturmschäden an Gebäuden mit einer Größenordnung von rund 90 Millionen Euro.

28. Juni 2006: Ein Hagelsturm mit tennisballgroßen Hagelkörnern ging über Villingen-Schwenningen und Trossingen nieder. Die Schadenbilanz bei der SV: Über 13.000 Gebäude wurden beschädigt. Die SV entschädigte ihre Gebäudekunden mit über 170 Millionen Euro. Dazu kamen noch rund 5 Millionen Euro für Schäden an über 1.000 Kraftfahrzeugen.

29. Juli 2005: Schwere Gewitter mit Sturm, Starkregen und Hagel richteten in Baden-Württemberg schwere Schäden an. Schadenschwerpunkte waren das Münstertal im Schwarzwald, Breisgau-Hochschwarzwald, St. Märgen, Kandern und der Großraum Stuttgart. Die SV verbuchte 22.500 Gebäudeschäden mit einer Schadensumme von rund 51 Millionen Euro.

5. Dezember 2004: Um 2:52 Uhr bebte die Erde in Waldkirch im Südschwarzwald mit der Stärke 5,4 im Schadenumkreis von 35 Kilometern. Rund 7.000 Schadenmeldungen gingen ein. Die SV zahlte circa vier Millionen Euro aus.

12. Januar 2004: Die Winterstürme Gerda und Hanne wüteten über Baden-Württemberg. Rund 13.000 Gebäude in Höhe von über 12 Millionen Euro wurden beschädigt.

2. Januar 2003: Orkan Calvann stürmte über das Land. Rund 9.200 Gebäude wurden beschädigt. Die SV zahlte über 10 Millionen Euro aus.

27. Oktober 2002: Sturm "Jeanette" beschädigte über 35.000 Gebäude, knapp 30 Millionen Euro wurden ausbezahlt. Insgesamt wurden in diesem Jahr über 70.000 Gebäude beschädigt und über 220 Millionen Euro Entschädigungsleistungen ausbezahlt.

Juni/Juli/August 2002: Eine Serie an Unwettern, Überschwemmungen und Hochwasserereignissen fegten in den Sommermonaten über das Land. Am 23. und 24. Juni wurden bei einem Hagelschlag in Villingen-Schwenningen, Waldshut über 17.000 Gebäude beschädigt. Die SV entschädigte mit rund 66 Millionen Euro.

26. Dezember 1999: Orkan Lothar wütete über Nordfrankreich und der Mitte Deutschlands. Baden-Württemberg war das in Deutschland am stärksten betroffene Bundesland. Es entstand der SV ein Gesamtschaden an Gebäude und Autos in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Rund 260.000 Gebäude wurden beschädigt, allein dafür zahlte die SV 430 Millionen Euro.

22. Mai 1999: Hochwasser und Überschwemmungen richteten schwere Schäden in Ulm und im Bodenseegebiet vor allem in Konstanz und Radolfzell an: 1.200 Gebäude wurden beschädigt. Die Schadenhöhe lag bei 17 Millionen Euro.

22. Juli 1995: Orkantief Emily tobte zehn Stunden lang über Baden-Württemberg. Es entstand ein Schaden in Höhe von 120 Millionen Euro an 30.000 Gebäuden. Allein in Ketsch bei Mannheim entstand ein Schaden in Höhe von über 40 Millionen Euro.

1994: Neben Sturm und Hagel verursachten vor allem Überschwemmungen und Hochwasser Schäden in Baden-Württemberg. Im Frühjahr erfolgte eine Serie von Überschwemmungen und Hochwasserereignissen: 13.000 Gebäude wurden beschädigt. Die SV zahlte rund 86 Millionen Euro aus.

20./21. Dezember 1993: "Jahrhunderthochwasser" an Weihnachten: Mehrere Tage lang standen Tausende von Gebäuden an Neckar, Main und Tauber unter Wasser. Zentrum des Hochwassers war Eberbach am Neckar. 20.000 Gebäuden wurden beschädigt, die SV zahlte über 94 Millionen Euro aus.

25. Januar bis 1. März 1990: Von Ende Januar bis Anfang März wüteten in ganz Baden-Württemberg die Winterstürme Daria, Vivian, Wiebke und hinterließen Millionenschäden an Gebäuden. 92.000 Gebäude waren betroffen. Die SV zahlte über 100 Millionen Euro aus. Allein Wiebke beschädigte 52.000 Gebäude mit einer Schadensumme von 59 Millionen Euro.

21. Juni 1984: Fronleichnam-Hochwasser in und um Tauberbischofheim mit Dammbruch im Main- Tauber-Gebiet. Kleine Wasserläufe wie der Brehmbach und der Schüpfbach wurden zu reißenden Wasserfluten. Es entstanden Schäden an 1.000 Häusern in Höhe von 20 Millionen Euro.

3. September 1978: Erdbeben im Zollernalbgraben der Stärke 5,8. Insgesamt wurden rund 11.500 Gebäude zum Teil schwer beschädigt. Die SV zahlte über 120 Millionen Euro.

22. und 23. Mai 1978: Maiüberschwemmungen in Baden-Württemberg. In den Landkreisen Esslingen und Rems-Murr entstanden an 9.700 Gebäude Schäden in Höhe von rund 80 Millionen Euro.

15. August 1972: Ein extremes Hagelunwetter wütete in Stuttgart und in den angrenzenden Landkreisen. Die Bilanz: Sechs Tote und ein Sachschaden an den Gebäuden in Millionenhöhe, die SV zahlte ihren Kunden rund 100 Millionen Euro aus.

10. Juli 1968: Ein Tornado der zweithöchsten Kategorie fegte mit mehr als 330 Stundenkilometern über Pforzheim hinweg, beschädigte mehr als 3.500 Gebäude und richtete Schäden in Höhe von rund 100 Millionen Euro an.

 

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